KDL 2026 als FHIR-Package auf zentralem Terminologieserver veröffentlicht
Klinische Dokumentenklassen-Liste schafft Grundlage für strukturierten Dokumentenaustausch und ePA
Die Klinische Dokumentenklassen-Liste (KDL) steht ab der Version 2026 als FHIR-Package auf dem Zentralen Terminologieserver zur Verfügung. Der Fachverband für Dokumentation und Informationsmanagement in der Medizin (DVMD) stellt damit gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) einen wichtigen semantischen Standard für den strukturierten Austausch klinischer Dokumente bereit. Die KDL soll insbesondere die Klassifizierung von Dokumenten im Krankenhaus vereinheitlichen und perspektivisch die Interoperabilität im Rahmen der elektronischen Patientenakte und des Europäischen Gesundheitsdatenraums unterstützen.
Die KDL ermöglicht eine einheitliche Klassifizierung unterschiedlicher Dokumentenarten, die insbesondere im stationären Bereich ausgetauscht werden. Sie bildet eine übergeordnete Struktur für Dokumententypen in medizinischen Einrichtungen und wird seit 2024 von Krankenhäusern aller Versorgungsstufen für die Kommunikation mit dem Medizinischen Dienst eingesetzt.
Mit der Bereitstellung als FHIR-Package erhält die KDL nun eine standardisierte technische Grundlage für die Nutzung im Kontext der elektronischen Patientenakte. In einem ersten Schritt ermöglicht die Klassifikation vornehmlich das Labelling von Dokumenten in der ePA.




