Dr. Stefanie Weber übernimmt Vizepräsidentschaft des BfArM
Bisherige Leiterin für Kodiersysteme und Register soll Digitalisierung, Gesundheitsdatennutzung und europäische Datenstandards weiterentwickeln

Dr. Stefanie Weber, Vizepräsidentin des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte
Foto: BfArM
Dr. Stefanie Weber übernimmt zum 1. November 2026 die Vizepräsidentschaft des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Sie folgt auf Prof. Dr. Werner Knöss, der nach langjähriger Tätigkeit regulär in den Ruhestand tritt. Mit der Personalentscheidung stärkt das Bundesinstitut seine strategische Ausrichtung auf die Digitalisierung des Gesundheitswesens, die Nutzung von Gesundheitsdaten und die Weiterentwicklung interoperabler Datenstrukturen.
Wie das BfArM bekannt gab, leitete Weber zuletzt die Abteilung „Kodiersysteme und Register“. In dieser Funktion verantwortete sie zentrale Arbeiten zur semantischen Interoperabilität, zu medizinischen Terminologien und Klassifikationen sowie zur europäischen Zusammenarbeit im Bereich der Gesundheitsdaten.
Zu ihren bisherigen Aufgaben gehörte auch die Entwicklung des Organspende-Registers. Darüber hinaus war Weber an der Weiterentwicklung einheitlicher Datenstrukturen und regulatorischer Standards beteiligt.
Gesundheitsdaten und europäische Datenstandards im Fokus
Mit dem Wechsel in die Vizepräsidentschaft rücken Themen in den Mittelpunkt, die für die digitale Weiterentwicklung des Gesundheitswesens von besonderer Bedeutung sind. Dazu zählen insbesondere die Umsetzung des Europäischen Gesundheitsdatenraums (EHDS), der Ausbau interoperabler Datenstrukturen sowie die Nutzung datenbasierter Methoden für Forschung, Arzneimittelsicherheit und Gesundheitsversorgung.
BfArM-Präsident Prof. Dr. Karl Broich würdigte Webers wissenschaftliche Expertise und regulatorische Erfahrung. Sie habe die Entwicklung des Instituts bereits über viele Jahre an zentralen Schnittstellen mitgestaltet.







