Zerschlagung des kommunalen Klinikverbunds Regiomed: Marktwirtschaft siege über Daseinsvorsorge
Die Aktionsgruppe „Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ äußert ihr Bedauern über die Entwicklung des insolventen Klinikverbunds Regiomed.
In seiner Presseerklärung feiert Regiomed das Ende des Insolvenzverfahrens, doch das Scheitern des einzigen bundeslandübergreifenden kommunalen Klinikverbunds hat schwerwiegende Folgen für die Regionen Oberfranken und Thüringen.Die Anzahl der Klinikstandorte werde von sechs auf vier reduziert, wobei Neustadt bei Coburg und Neustadt am Rennweg in ambulante Gesundheitszentren umgewandelt werden. Dies führt zu größeren Entfernungen für die Einwohner zu den nächstgelegenen Krankenhäusern. Zudem verlieren klinische Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze, was zu einer Verdichtung der Arbeitsleistung und weniger Zeit für die Patientenversorgung führt.
Klaus Emmerich, Klinikvorstand i.R.: „Die meisten bisherigen kommunalen Klinikträger von Regiomed haben ihr Versprechen gebrochen, bei der Aufspaltung des Klinikverbunds Regiomed die Kliniken Ihrer Region zu übernehmen. Das Nachsehen haben klinische Mitarbeiter, die ihren Arbeitsplatz verlieren und die anvertrauten Patienten Kommunale Krankenhäuser mit breitem Versorgungsangebot und hohen Vorhaltekosten rechnen sich nicht. Stationäre Klinikstandorte sichern nicht mehr den Bedarf der Bevölkerung sondern die Rentabilität.“




