AOK Hessen meldet Rekord bei Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen
Mehr Hinweise, Strafanzeigen und Rückforderungen – Pflege und häusliche Krankenpflege besonders betroffen
Die AOK Hessen verzeichnet so viele Hinweise auf Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen wie nie zuvor. Wie Hit Radio FFH unter Berufung auf den Tätigkeitsbericht der Stelle zur Bekämpfung von Fehlverhalten berichtet, gingen in den Jahren 2024 und 2025 insgesamt 1.232 Hinweise ein. Besonders häufig betroffen sind die Pflegeversicherung und die häusliche Krankenpflege.
Gefälschte Rezepte, erfundene Pflegeleistungen und doppelte Abrechnungen gehören weiterhin zu den häufigsten Formen von Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen. Nach Angaben der AOK Hessen hat sich zwar die Art der Betrugsmechanismen in den vergangenen Jahren kaum verändert, die Anzahl der gemeldeten Fälle und deren finanzielle Dimension haben jedoch deutlich zugenommen. Im Zeitraum 2024/2025 registrierte die Fehlverhaltensbekämpfung der AOK Hessen insgesamt 1.232 Hinweise. Damit lag die Zahl rund zehn Prozent höher als im vorherigen Zwei-Jahres-Zeitraum. Auch die Zahl der Strafanzeigen stieg deutlich an: Mit 195 Anzeigen wurde ein Plus von 24 Prozent erreicht. Die Krankenkasse geht für diesen Zeitraum von gesicherten Rückforderungen in Höhe von rund 4,8 Millionen Euro aus. Das entspricht einer Steigerung von 45 Prozent gegenüber den Jahren 2022/2023.




