DGD Klinik Hohe Mark eröffnet neues Haus „Altkönig“
Erweiterung der Suchtmedizin in Oberursel stärkt Kapazitäten und integriert internistische Behandlungskonzepte
Mit der feierlichen Eröffnung des neuen Hauses „Altkönig“ hat die DGD Klinik Hohe Mark ihre Kapazitäten in der internistischen Suchtmedizin deutlich ausgebaut. Im Rahmen des „Festes der Begegnung“ wurde der Neubau am Sonntag, 21. Juni, offiziell eingeweiht. Das Gebäude erweitert die stationären Behandlungsmöglichkeiten von 31 auf 44 Betten und soll moderne Strukturen für Entgiftung und Suchttherapie schaffen.

Das neue Gebäude erweitert die Behandlungskapazitäten um 13 auf 44 Betten und schafft auf rund 4.000 Quadratmetern moderne räumliche Voraussetzungen für Entgiftung und Suchttherapie
Foto: DGD Klinik Hohe Mark
Das neue dreigeschossige Gebäude umfasst rund 4.000 Quadratmeter und ist Teil einer umfassenden Modernisierung des Klinikgeländes. Neben zusätzlichen Patienten- und Behandlungsräumen verfügt das Haus über internistische Diagnostikbereiche, Therapieräume, Büroräume sowie eine Lehrküche. Ein zentraler, lichtdurchfluteter „Marktplatz“ im Inneren soll als Begegnungsraum für Patientinnen und Patienten dienen und therapeutische Prozesse unterstützen.
Geschäftsführerin Anke Berger-Schmitt betonte bei der Eröffnung die wachsende Bedeutung der Suchtmedizin. Die Zahl der Patientinnen und Patienten nehme kontinuierlich zu, wodurch der Bedarf an spezialisierten Behandlungsangeboten steige. Besonders hervor hob sie die enge Verzahnung von psychiatrischer Suchtmedizin und internistischer Versorgung, die im neuen Haus konsequent weiterentwickelt werde. Das Bauprojekt sei zwar herausfordernd gewesen, jedoch durch den Einsatz aller Beteiligten erfolgreich umgesetzt worden.
Auch Dr. Claudia Fremder, fachlicher Vorstand der DGD Stiftung, unterstrich die gesellschaftliche Relevanz der Einrichtung. Die Klinik übernehme Verantwortung für Patientengruppen, die häufig am Rand der Gesellschaft stünden. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass die Finanzierung solcher spezialisierten Versorgungsangebote zunehmend schwieriger werde. Vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Belastungen und drohender Klinikschließungen sei die gesundheitspolitische Stabilität von Investitionsprojekten dieser Art nicht selbstverständlich.
Die kommunale Ebene hob die Bedeutung des Neubaus für die Region hervor. Oberursels Bürgermeisterin Antje Runge bezeichnete das Projekt als wichtige Investition in die soziale Infrastruktur und als Stärkung eines bedeutenden Gesundheitsarbeitgebers vor Ort. Auch der Erste Kreisbeigeordnete des Hochtaunuskreises, Thorsten Schorr, betonte den ganzheitlichen Therapieansatz der Klinik, der den Menschen in seiner Gesamtsituation in den Mittelpunkt stelle.
Ein zentrales medizinisches Konzept des neuen Hauses ist die Weiterentwicklung sogenannter Doppeldiagnose-Ansätze, bei denen Suchterkrankungen gemeinsam mit psychischen Begleiterkrankungen behandelt werden. Ziel ist eine stärker integrierte Versorgung, die sowohl internistische als auch psychiatrische Aspekte berücksichtigt und in regionale Behandlungsketten eingebunden ist.
Neben der medizinischen Ausrichtung setzt das Gebäude auch baulich-ökologische Akzente. Es ist an das Nahwärmenetz angeschlossen, verfügt über eine Photovoltaikanlage sowie Systeme zur Regenwassernutzung. Das bisherige Haus Altkönig bleibt zunächst bestehen und soll nach der Räumung einer neuen Nutzung zugeführt werden.
Mit der Erweiterung reagiert die Klinik auf den steigenden Versorgungsbedarf im Rhein-Main-Gebiet und stärkt gleichzeitig ihre Rolle als spezialisierter Anbieter in der Suchtmedizin.




