Neue Methodik zur Ermittlung von Klinikstandorten: Patientenzentrierte Versorgungsplanung im Fokus
Studie zeigt, dass für Lungenkrebs-Operationen nur 19 von 142 Krankenhäusern erforderlich sind
Eine neue Methodik zur Versorgungsplanung wurde durch das BARMER Institut für Gesundheitssystemforschung (bifg) entwickelt, die erstmals auf einer patientenzentrierten Grundlage basiert. Die Studie, die in Zusammenarbeit mit der „Regierungskommission Krankenhaus“ durchgeführt wurde, zeigt, dass bei der chirurgischen Behandlung von Lungenkrebs nur 19 von 142 derzeit behandelnden Krankenhäusern in Deutschland für eine optimale Versorgung erforderlich sind.
Wesentliche Ergebnisse der Studie:
- Zentralisierung der Behandlung: Krankenhäuser mit höherer Fallzahl und größerer Erfahrung bei der Lungenkrebs-Operation bieten bessere Überlebenschancen.
- Patientenbereitschaft: Betroffene sind bereit, längere Anfahrtswege in Kauf zu nehmen, wenn dafür eine höhere Behandlungsqualität gewährleistet ist.
- Methodik: Die Methodik berücksichtigt sowohl Entfernung zur Klinik als auch die Behandlungsqualität, um die optimalen Klinikstandorte für die Behandlung zu bestimmen.
Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER, betont, dass diese patientenzentrierte Versorgungsplanung eine moderne Blaupause für die Bestimmung von stationären Standorten darstellt. Zukünftig soll diese Methodik auf andere medizinische Leistungen und die Grundversorgung ausgeweitet werden, um die Versorgungsstrukturen sektorenübergreifend zu optimieren.




