Wechsel an der BARMER-Spitze

Vorstandsvorsitzender gibt Amt nach 15 Jahren aus persönlichen Gründen ab

Prof. Dr. Christoph Straub wird seinen Posten als Vorstandsvorsitzender der BARMER zum 31. Dezember 2026 niederlegen. Der Verwaltungsrat hat seinem Wunsch zugestimmt; künftig sollen Simone Schwering und Uwe Repschläger die Geschäfte der Krankenkasse führen, über Vorstandsvorsitz und Ressortverteilung soll Ende des Jahres entschieden werden.

Straub steht seit mehr als 15 Jahren an der Spitze der BARMER und gehört insgesamt seit 25 Jahren zu den Vorständen verschiedener Unternehmen des deutschen Gesundheitswesens. Nach Angaben der Krankenkasse will er sich aus persönlichen Gründen neuen beruflichen Aufgaben zuwenden. Seine berufliche Tätigkeit im Gesundheitswesen will Straub nach eigener Aussage fortsetzen. Er wolle künftig neue und zukunftsweisende Aufgaben übernehmen und dem Gesundheitswesen damit weiterhin verbunden bleiben.

Der Verwaltungsrat der BARMER hat in seiner Sitzung am 11. August 2026 dem Wunsch Straubs entsprochen, ihn vor Ablauf seiner Vertragslaufzeit von seinen Vorstandspflichten zu entbinden. Die Nachfolge wird damit zum Jahreswechsel wirksam.

Schwering und Repschläger bilden künftig den Vorstand

Simone Schwering und Uwe Repschläger übernehmen künftig gemeinsam die Führung der BARMER. Schwering ist seit 2021 im Vorstand, Repschläger gehört seit vielen Jahren zum Führungsteam der Krankenkasse.
Foto: BARMER

Dem künftigen BARMER-Vorstand gehören Simone Schwering und Uwe Repschläger an. Schwering ist seit November 2021 Mitglied des Vorstands und seit Januar 2023 stellvertretende Vorstandsvorsitzende. Zu ihren bisherigen Verantwortungsbereichen zählen unter anderem Personal, Unternehmenssteuerung und Informationstechnologie.

Repschläger bringt eine langjährige Führungserfahrung innerhalb der BARMER mit. Mit einer Unterbrechung gehört der Wirtschaftswissenschaftler seit 1998 zum Führungsteam der Krankenkasse. Derzeit verantwortet er unter anderem Finanzen, Controlling sowie die ambulante und stationäre Versorgung. Zudem ist er Geschäftsführer des BARMER Instituts für Gesundheitssystemforschung.

Welche Ressorts künftig konkret verteilt werden und wer den Vorstandsvorsitz übernimmt, soll der Verwaltungsrat Ende 2026 entscheiden. Bis dahin steht damit auch die Frage offen, ob die bisherige Führungsstruktur in veränderter Form fortgeführt wird.

BARMER sieht sich wirtschaftlich gut aufgestellt

Der Verwaltungsrat würdigte zugleich die Arbeit Straubs. Verwaltungsratsvorsitzende Sylvi Krisch bezeichnete ihn als ausgewiesenen und hoch angesehenen Experten des Gesundheitswesens. Unter seiner Führung habe sich die BARMER weiterentwickelt und befinde sich wirtschaftlich in einer stabilen Position.

Mit Schwering und Repschläger setzt die Krankenkasse auf interne Nachfolger mit umfassender Erfahrung in der gesetzlichen Krankenversicherung. Nach Einschätzung des Verwaltungsrats verfügen beide über die notwendige Expertise, um den bisherigen Kurs fortzuführen.