Alexianer bündeln Krankenhausleistungen in Potsdam

St. Josefs-Krankenhaus zieht sich aus Neurologie sowie Frauenheilkunde und Geburtshilfe zurück

Das Alexianer St. Josefs-Krankenhaus Potsdam passt sein medizinisches Leistungsangebot an die Vorgaben der Krankenhausreform an. Wie die Alexianer mitteilen, werden zum 1. August 2026 bestimmte Versorgungsbereiche neu geordnet. Der Standort konzentriert sich künftig stärker auf Chirurgie, Innere Medizin, Gefäßmedizin und Orthopädie.

Die Krankenhausreform führt bundesweit zu einer Neuausrichtung medizinischer Leistungsangebote. Auch das Alexianer St. Josefs-Krankenhaus Potsdam reagiert auf die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen und strukturiert sein Versorgungsprofil neu. Nach Angaben der Alexianer GmbH sollen durch die Anpassungen langfristig die medizinische Qualität, die personelle Stabilität und die Leistungsfähigkeit des Standortes gesichert werden.

Zum 1. August 2026 wird sich das Krankenhaus aus den Bereichen Neurologie sowie Frauenheilkunde und Geburtshilfe zurückziehen. Die Entscheidung sei nach Angaben des Trägers keine Bewertung der bisherigen Arbeit der betroffenen Teams. Die entsprechenden Leistungen sollen nach Darstellung der Alexianer weiterhin an spezialisierten Standorten in Potsdam und der Region Brandenburg angeboten werden. Ziel sei es, medizinische Angebote stärker zu konzentrieren und dadurch die notwendigen Qualitätsanforderungen dauerhaft erfüllen zu können. Im Mittelpunkt der zukünftigen Ausrichtung stehen die Bereiche Chirurgie, Innere Medizin, Gefäßmedizin und Orthopädie. Gemeinsam mit der Oberlinklinik, die ab dem 1. Januar 2027 mehrheitlich Teil des Alexianer-Verbundes werden soll, will der Träger diese medizinischen Schwerpunkte weiterentwickeln.

Nach Einschätzung der Alexianer sind die Veränderungen eine direkte Folge der neuen Anforderungen durch die Krankenhausreform. Künftig spielen insbesondere Mindestqualifikationen, personelle Voraussetzungen, Spezialisierung, stabile Dienststrukturen und planerische Vorgaben eine größere Rolle bei der Vergabe und Erbringung medizinischer Leistungen.

„Die neuen gesetzlichen Anforderungen führen dazu, dass medizinische Leistungen künftig stärker konzentriert werden müssen, um die vorgegebenen Qualitätskriterien dauerhaft erfüllen zu können“, erklärte Alexander Mommert. Die Neuausrichtung solle ein Signal für eine verlässliche und hochwertige Versorgung der Bevölkerung in Potsdam und Brandenburg sein.

Die Veränderungen wurden nach Angaben des Trägers mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg abgestimmt. Zum Alexianer-Verbund in Potsdam gehören neben dem St. Josefs-Krankenhaus auch das Evangelische Zentrum für Altersmedizin sowie künftig die Oberlinklinik.

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