Klinikum Ernst von Bergmann schließt Orthopädie und Gefäßchirurgie wegen Krankenhausreform
Kommunaler Schwerpunktversorger EvB streicht zwei Schlüsselbereiche
Das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam richtet sein medizinisches Leistungsangebot aufgrund der Vorgaben der Krankenhausreform neu aus. Wie das kommunale Schwerpunktkrankenhaus mitteilte, werden die orthopädischen und gefäßchirurgischen Angebote künftig nicht mehr am Standort vorgehalten. Hintergrund sind die neuen Leistungsgruppen, Mindestanforderungen und die geplante Konzentration spezialisierter Leistungen auf geeignete Standorte.
Das Klinikum Ernst von Bergmann passt seine Versorgungsstruktur an die veränderten Rahmenbedingungen der bundesweiten Krankenhausreform an. Ziel der Neuausrichtung sei es, die medizinische Versorgung in Potsdam und im westlichen Brandenburg langfristig sicherzustellen und die Rolle des Hauses als kommunaler Schwerpunktversorger zu stärken. Auslöser für die Anpassungen sind insbesondere die mit der Krankenhausreform verbundenen Leistungsgruppen. Diese stellen künftig höhere Anforderungen an personelle Qualifikationen, strukturelle Voraussetzungen und Mindestmengen. Dadurch können spezialisierte medizinische Leistungen nicht mehr dauerhaft an jedem Krankenhausstandort parallel angeboten werden.
Das Klinikum Ernst von Bergmann folgt dieser Entwicklung mit einer Konzentration seines Leistungsportfolios. Künftig werden die orthopädischen und gefäßchirurgischen Angebote nicht mehr am Standort vorgehalten. Nach Angaben des Klinikums sollen diese Leistungen an anderen spezialisierten Standorten gebündelt werden, an denen die erforderlichen Qualitätsanforderungen dauerhaft erfüllt werden können.
Geschäftsführer Tomislav Gmajnic betonte die Bedeutung der Anpassung für die zukünftige Versorgungssicherheit. Krankenhäuser in ganz Deutschland müssten sich derzeit auf neue gesetzliche Rahmenbedingungen einstellen. Entscheidend sei, die medizinischen Angebote so auszurichten, dass sie langfristig leistungsfähig und qualitativ hochwertig erbracht werden könnten. Die Entscheidung sei ausdrücklich keine Bewertung der bisherigen Arbeit der betroffenen Fachbereiche. Das Klinikum dankte den Mitarbeitenden für ihre langjährige fachliche Kompetenz und ihr Engagement bei der Versorgung der Patientinnen und Patienten.
Für die laufenden Behandlungen und bereits vereinbarten Termine kündigte das Klinikum einen geordneten Übergang an. Alle bestehenden Versorgungsverhältnisse sollen geprüft und individuell begleitet werden. Betroffene Patientinnen und Patienten sollen rechtzeitig über notwendige Veränderungen und Ansprechpartner informiert werden.
Auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Rettungsdienste sowie weitere Partner im Gesundheitswesen sollen frühzeitig eingebunden werden. Ziel sei es, medizinisch notwendige Übergänge ohne Unterbrechungen der Patientenversorgung zu organisieren.




