Mindestmengen bei Knie-TEP reduzieren Klinikstandorte

Analyse des SMC sieht nur geringe Auswirkungen auf Fahrzeiten der Bevölkerung

Die geplante Anhebung der Mindestmengen für Knieendoprothesen dürfte die Zahl der anbietenden Kliniken deutlich reduzieren. Wie das Deutsche Ärzteblatt unter Berufung auf eine Analyse des Science Media Center Germany berichtet, würden trotz der Konzentration auf weniger Standorte weiterhin rund 92 Prozent der Bevölkerung eine Klinik für Knie-TEP-Eingriffe innerhalb von 30 Pkw-Fahrminuten erreichen.

Derzeit gilt für das erstmalige Einsetzen einer Knie-Totalendoprothese (Knie-TEP) eine Mindestmenge des Gemeinsamer Bundesausschuss von 50 Eingriffen pro Jahr. Kliniken, die diese Fallzahl unterschreiten, dürfen die Leistung nicht mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen. Künftig sollen die Anforderungen schrittweise steigen: Ab 2028 gilt eine Mindestmenge von 100 Eingriffen pro Jahr, ab 2030 steigt diese auf 150 Operationen jährlich.

Nach Angaben des Science Media Center erfüllten zuletzt nur noch 470 Kliniken diese künftig vorgesehene Fallzahl von 150 Knie-TEP-Operationen. Aktuell bieten dagegen noch 915 Krankenhäuser entsprechende Eingriffe an. Damit könnte sich die Zahl der Standorte bis 2030 nahezu halbieren…

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