Arbeitsgruppe diskutiert Pflegebudget-Deckelung – Pflege soll eigene Konzepte entwickeln
Profession Pflege e. V. will aktiv Vorschläge zur Budgetgestaltung erarbeiten – erste Sitzung der neuen AG am 17. Juni 2025
Die Fachgesellschaft Profession Pflege e. V. hat mit einer Arbeitsgruppe zur Pflegebudget-Deckelung einen neuen Impuls in die aktuelle Debatte um die Pflegefinanzierung gesetzt. Die Diskussion hatte bereits auf dem diesjährigen DRG-Kongress am 20. und 21. März 2025 in der Session „Eskaliert die Pflegepersonalbemessung?“ für Aufmerksamkeit gesorgt. Dort wurden erste Ideen zu einer Begrenzung des Pflegebudgets skizziert – etwa durch eine Kopplung der PPR 2.0 an das Pflegebudget oder eine Integration pflegerischer Leistungen in die Systematik der Leistungsgruppen.
Da im Rahmen des Kongresses keine vertiefte Diskussion möglich war, lud Profession Pflege am 17. Juni 2025 zur ersten Sitzung der neu gegründeten Arbeitsgruppe ein. Die AG tagte von 16:00 bis 17:30 Uhr und verfolgte das Ziel, Diskussionslinien zu strukturieren und thematische Schwerpunkte zu setzen.
Pflege will Gestaltungsanspruch wahrnehmen
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sitzung zeigten sich überzeugt, dass die Pflegeprofession nicht nur reagieren, sondern proaktiv gestalten sollte. So wurde einstimmig beschlossen, konzeptionelle Vorschläge zur sinnvollen Gestaltung des Pflegebudgets zu entwickeln. Diese sollen als fundierte fachliche Positionen in gesundheitspolitische Prozesse eingebracht werden.
Ein weiterer Schritt ist die Einbindung von Berufsverbänden, um weitere engagierte Kolleginnen und Kollegen für die Mitarbeit in der AG zu gewinnen. Ziel ist ein breites Meinungsbild aus der Pflegepraxis, das politische Entscheidungsprozesse konstruktiv begleitet.
Mitglieder von Profession Pflege e. V. können die Präsentation der ersten Arbeitssitzung im geschützten Bereich der Webseite einsehen.




