ver.di erzielt Tarifergebnis mit Paracelsus-Kliniken

Mehr Gehalt, höhere Sonderzahlung und neue Zulagen für Beschäftigte

Die Gewerkschaft ver.di hat mit den Paracelsus-Kliniken ein Verhandlungsergebnis erzielt, das für die Beschäftigten deutliche finanzielle Verbesserungen vorsieht. Wie ver.di mitteilt, umfasst die Einigung unter anderem Gehaltssteigerungen, eine höhere Jahressonderzahlung sowie neue Zulagen für langjährig Beschäftigte.

Kernbestandteil ist eine kombinierte Entgeltsteigerung: Bereits zum 1. Januar 2026 wurden die Gehälter um 1,5 Prozent erhöht, zum 1. Juli 2026 folgt eine weitere Steigerung um 1,0 Prozent. Zusätzlich wird ein Mindestbetrag eingeführt, sodass alle Beschäftigten ab Juli 2026 monatlich mindestens 125 Euro mehr erhalten als noch im Dezember 2025. Insgesamt ergibt sich daraus eine durchschnittliche Gehaltssteigerung von rund 3,4 Prozent im Jahr 2026. Auf dieser Basis ist zum 1. Januar 2027 eine weitere Erhöhung um 2,5 Prozent vorgesehen. Auch Funktions- und Leitungszulagen werden entsprechend angepasst.

Ein weiterer Schwerpunkt der Einigung liegt auf der langfristigen Bindung von Mitarbeitenden. So wird ab Juli 2026 eine neue monatliche Zulage für Beschäftigte mit mindestens 20 Jahren Betriebszugehörigkeit eingeführt. Diese beträgt 75 Euro (anteilig für Teilzeitkräfte) und soll künftig dynamisch mit den Tarifsteigerungen wachsen.

Auch bei der Jahressonderzahlung wurden strukturelle Änderungen vereinbart. Künftig werden 60 Prozent eines Bruttomonatsentgelts inklusive Zulagen fest garantiert. Zuvor waren lediglich 40 Prozent tariflich gesichert, während weitere Bestandteile teilweise vom Unternehmensergebnis abhängig waren.

Darüber hinaus konnten zusätzliche Vorteile für Gewerkschaftsmitglieder vereinbart werden. In den Jahren 2026 und 2027 erhalten ver.di-Mitglieder jeweils zwei zusätzliche freie Tage oder alternativ eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro.

Das Verhandlungsergebnis steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Gremien. Bis Ende Mai 2026 soll es in Mitgliederversammlungen diskutiert werden, bevor die Tarifkommission eine abschließende Entscheidung trifft.

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