Tarifeinigung am Universitätsklinikum Leipzig: Entgelte für nicht-ärztliche Beschäftigte steigen

UKL verständigt sich mit ver.di auf Haustarifvertrag – mehr Geld, höhere Zulagen und bessere Ausbildungsvergütung

Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist eine Tarifeinigung für die nicht-ärztlichen Beschäftigten erzielt worden. Die Entgelte sollen in mehreren Stufen um insgesamt 5,8 Prozent steigen. Zusätzlich werden Schichtzulagen erhöht und die Ausbildungsvergütung angepasst. Zuvor war es im Zuge bundesweiter Tarifauseinandersetzungen zu Warnstreiks gekommen.

Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) haben sich die Klinikleitung und die Gewerkschaft ver.di auf einen neuen Haustarifvertrag für die nicht-ärztlichen Beschäftigten verständigt. Das geht aus einer Pressemitteilung der Universitätsmedizin Leipzig vom 01.06.2026 hervor. Betroffen sind demnach rund 5.000 Beschäftigte, darunter insbesondere Pflegekräfte als größte Berufsgruppe.

Die Tarifeinigung sieht laut Mitteilung eine Entgeltsteigerung von insgesamt 5,8 Prozent in mehreren Stufen vor. Die erste Erhöhung um 2,8 Prozent beziehungsweise mindestens 100 Euro erfolgt rückwirkend zum 1. April 2026. Zusätzlich wurden auch die Zulagen für Schicht- und Wechselschichtdienste angehoben, die ebenfalls rückwirkend angepasst werden. Nach Angaben des Klinikums sollen damit Beschäftigte profitieren, die im Schichtbetrieb die kontinuierliche Patientenversorgung sicherstellen. Der kaufmännische Vorstand des UKL, Dr. Robert Jacob, betonte laut Pressemitteilung, dass der Haustarifvertrag in einzelnen Bereichen – etwa bei Nachtzuschlägen – weiterhin über dem Niveau des Tarifvertrags der Länder (TV-L) liege. Auch für die Auszubildenden am UKL ergeben sich Verbesserungen. Rund 800 Nachwuchskräfte erhalten rückwirkend zum 1. März 2026 eine gestaffelte Erhöhung der Ausbildungsvergütung um insgesamt 150 Euro sowie einen zusätzlichen freien Tag zur Prüfungsvorbereitung.

Der Abschluss steht im Kontext vorausgegangener bundesweiter Tarifauseinandersetzungen im öffentlichen Dienst der Länder, in deren Folge das UKL Anfang des Jahres mehrfach von Warnstreiks betroffen war. Diese führten nach Klinikangaben zeitweise zu Einschränkungen insbesondere im OP-Bereich.

Laut Pressemitteilung hat sich die Entgeltsituation am UKL in den vergangenen Jahren insgesamt deutlich entwickelt. In den letzten drei Jahren seien die Tabellenentgelte im Haustarifvertrag durchschnittlich um rund 12,8 Prozent gestiegen, ergänzt durch eine steuerfreie Inflationsausgleichszahlung von insgesamt 3.000 Euro. Zudem sei die wöchentliche Arbeitszeit schrittweise auf 38,5 Stunden reduziert worden, was nach Angaben des Klinikums einer zusätzlichen Entgeltsteigerung entspricht.

Mit der nun erzielten Einigung wird die Tarifentwicklung am UKL für die nicht-ärztlichen Beschäftigten zunächst fortgeschrieben und die Grundlage für die weitere Personal- und Versorgungsplanung am Standort Leipzig angepasst.

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