Klinikum Stuttgart nimmt fünften Hybrid-OP in Betrieb
Neues Katheterverfahren ermöglicht erstmals minimalinvasiven Trikuspidalklappenersatz in Süddeutschland
Das Klinikum Stuttgart hat im Herzzentrum seinen fünften Hybrid-Operationssaal in Betrieb genommen. Der neue Hightech-OP erlaubt hochkomplexe, minimalinvasive Eingriffe unter Echtzeitkontrolle durch CT-, MRT- oder Angiographie. Ein medizinischer Durchbruch gelang mit dem erfolgreichen Ersatz der Trikuspidalklappe per Katheter – ein Verfahren, das bisher nur weltweit wenigen hochspezialisierten Zentren vorbehalten ist. Es wurde erstmals 2024 nach Studienphase klinisch umgesetzt.
Der Eingriff, bei dem eine biologische Prothese die undichte Klappe zwischen rechtem Vorhof und rechter Herzkammer ersetzt, wurde unter Leitung von Prof. Dr. Andreas Jeron (Rems-Murr-Kliniken) und Prof. Dr. Joerg Seeburger (Klinikum Stuttgart) durchgeführt. Er markiert einen Meilenstein für Patienten mit schwerer Trikuspidalinsuffizienz, deren Mortalitätsrate bei über 20 % liegt.
Dank enger Kooperation mit Partnerkliniken wie den Rems-Murr-Kliniken entsteht ein leistungsstarkes Netzwerk für moderne Herzmedizin in der Region. Das Investitionsvolumen für den neuen OP betrug 3,7 Millionen Euro – maßgeblich gefördert von der Eva Mayr-Stihl Stiftung.




