Klinikum Altenburger Land erreicht höchste Notfallversorgungsstufe in Thüringen
Krankenhaus verweist auf umfassende Notfallstrukturen und baut Integriertes Notfallzentrum auf
Wie das Klinikum Altenburger Land mitteilt, erfüllt der Standort die höchste Stufe der Notfallversorgung im gestuften System der Krankenhausstrukturen in Thüringen. Parallel dazu wird ein Integriertes Notfallzentrum aufgebaut, um Abläufe, räumliche Strukturen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Akutversorgung weiter zu modernisieren.
Das Klinikum Altenburger Land (KAL) gehört nach eigenen Angaben zu den wenigen Krankenhäusern in Thüringen, die die Anforderungen der umfassenden Notfallversorgung erfüllen. Diese Einstufung gilt als höchste Stufe im System der Notfallstrukturen und ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die Versorgung schwerer und komplexer Notfälle. Die Notaufnahme des Klinikums ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr geöffnet und erste Anlaufstelle für akut erkrankte oder verletzte Patientinnen und Patienten. Nach Klinikangaben werden dort jährlich rund 20.000 Fälle versorgt. Die hohe Versorgungsstufe umfasst dabei die strukturelle und organisatorische Fähigkeit, auch zeitkritische und lebensbedrohliche Erkrankungen interdisziplinär zu behandeln.
Mit der Einstufung verbunden ist auch die Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen. Derzeit entsteht am Klinikum ein Integriertes Notfallzentrum, das nach seiner Fertigstellung die bisherige Notaufnahme ersetzen soll. Ziel ist es, Prozesse stärker zu bündeln, medizinische Fachbereiche enger zu vernetzen und die Versorgungskapazitäten an steigende Anforderungen im Notfallbereich anzupassen. Nach Angaben des Klinikums ist die Weiterentwicklung der Notfallstrukturen nicht nur eine medizinische, sondern auch eine organisatorische Herausforderung. Die Zusammenarbeit zwischen Notfallmedizin, Pflege, Radiologie, Intensivmedizin und operativen Fachrichtungen spielt dabei eine zentrale Rolle, um schnelle Entscheidungen und reibungslose Abläufe sicherzustellen.
Zusätzlich beteiligt sich das Klinikum am Krankenhausspiegel Thüringen, der mit einer neuen Rubrik „Hilfe im Notfall“ eine interaktive Informationsplattform für Patientinnen und Patienten bereitstellt. Ziel ist es, die Orientierung im Gesundheitssystem zu verbessern und die richtige Inanspruchnahme medizinischer Versorgungsangebote zu unterstützen. Dabei wird unter anderem erläutert, wann eine Notaufnahme aufzusuchen ist und wann der ärztliche Bereitschaftsdienst oder der Rettungsdienst zuständig ist. Besonders bei lebensbedrohlichen Symptomen wie Atemnot, Brustschmerzen oder Schlaganfallzeichen wird weiterhin auf den Notruf 112 verwiesen.
Mit der Kombination aus hoher Versorgungsstufe, strukturellem Ausbau und digitaler Patienteninformation positioniert sich das Klinikum Altenburger Land als zentraler Akteur in der regionalen Notfallversorgung und reagiert damit auf die zunehmenden Anforderungen im stationären Akutbereich.




