Katholisches Karl-Leisner-Klinikum gründet Klinik für Notfallmedizin

Zentrale Notaufnahme in Kleve wird eigenständige Klinik – Dr. Ronald Jelinski übernimmt Chefarztposition

Das Katholische Karl-Leisner-Klinikum hat seine Zentrale Notaufnahme am St.-Antonius-Hospital in Kleve zur eigenständigen Klinik für Notfallmedizin weiterentwickelt. Mit der strukturellen Neuausrichtung übernimmt Dr. Ronald Jelinski die Leitung als Chefarzt. Die Einrichtung sieht darin einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur umfassenden Notfallversorgung der höchsten Versorgungsstufe bis zum Jahr 2032.

Mit der offiziellen Umbenennung der Zentralen Notaufnahme in eine Klinik für Notfallmedizin setzt das Katholische Karl-Leisner-Klinikum seine strategische Weiterentwicklung der Akutversorgung fort. Die Entscheidung würdigt nach Angaben des Klinikums die kontinuierliche Entwicklung der Notfallmedizin sowie die Leistungen des interdisziplinären Teams. Rund 36.000 Patientinnen und Patienten werden jährlich in der Notaufnahme des St.-Antonius-Hospitals in Kleve behandelt.

Ausbau der Notfallversorgung als strategisches Ziel

Die stationäre Notfallversorgung in Deutschland orientiert sich an einem dreistufigen System des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Während Krankenhäuser der Basisnotfallversorgung grundlegende Notfallleistungen vorhalten, stellen Einrichtungen der erweiterten und umfassenden Notfallversorgung ein deutlich breiteres Spektrum spezialisierter Fachdisziplinen sowie personeller und technischer Ressourcen bereit.

Nach Angaben des Klinikums erfüllt der Standort Kleve inzwischen die Voraussetzungen der erweiterten Notfallversorgung (Stufe 2). Einen wesentlichen Beitrag hierzu leistete zuletzt die Integration der Neurologie. Perspektivisch verfolgt die Katholische Karl-Leisner-Trägergesellschaft das Ziel, bis 2032 die Anforderungen der umfassenden Notfallversorgung (Stufe 3) zu erreichen.

Dr. Ronald Jelinski wird Chefarzt

Dr. Ronald Jelinski (Mitte) leitet als Chefarzt die neue Klinik für Notfallmedizin. Die Geschäftsführer Sadık Taştan und Dr. Sabine Kisselbach gratulieren zur Übernahme der neuen Leitungsfunktion.
Foto: Katholisches Karl-Leisner-Klinikum

Im Zuge der Neustrukturierung wurde Dr. Ronald Jelinski, bislang Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme, zum Chefarzt der neu gegründeten Klinik für Notfallmedizin ernannt. Er betonte die Bedeutung der Teamleistung für die Entwicklung der Einrichtung und sieht die neue Organisationsstruktur als Grundlage für die weitere medizinische und organisatorische Weiterentwicklung der Notfallversorgung.

Auch die Geschäftsführung bewertet die Umwandlung als konsequenten Schritt innerhalb der langfristigen Krankenhausstrategie. Geschäftsführer Sadık Taştan bezeichnete die neue Klinik als Anerkennung der bisherigen Entwicklung und des Engagements der Mitarbeitenden. Ziel sei es, die Notfallversorgung im Kreis Kleve nachhaltig zu stärken und die Voraussetzungen für die höchste Versorgungsstufe zu schaffen.

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