SpiFa warnt vor Versorgungsrisiken durch TK-Sparplan

Fachärzteverband: Geplante Maßnahmen verschärfen Terminengpässe und gefährden GKV-Patientenversorgung

Der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands e. V. (SpiFa) kritisiert den von der Techniker Krankenkasse (TK) vorgelegten 10-Punkte-Plan scharf. Die TK fordert darin ein umfassendes Sparprogramm für die ambulante Versorgung. Nach Einschätzung des SpiFa drohen dadurch erhebliche Einschränkungen für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten.

Die TK will unter anderem bestehende Ausnahmen bei der Bedarfsplanung – etwa für dringende fachärztliche Termine – streichen. Zudem sollen Betriebskostensteigerungen für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte künftig nicht mehr ausgeglichen werden. Ziel sei es, rund fünf Prozent der GKV-Ausgaben für die ambulante ärztliche Versorgung einzusparen. 2024 beliefen sich diese Kosten für 578 Mio. Behandlungsfälle auf etwa 50 Mrd. Euro – durchschnittlich rund 86,50 Euro pro Fall.

SpiFa-Vorstandsvorsitzender Dr. Dirk Heinrich warnt: „Während an anderer Stelle Milliarden in das Gesundheitssystem gekippt werden, ohne dass sich die Versorgung verbessert, will die Kassenlobby die fachärztliche ambulante Versorgung kaputtsparen.“ Schon jetzt arbeiteten niedergelassene Fachärzte am Limit; viele gingen vorzeitig in den Ruhestand oder gäben ihre Kassenzulassung zurück – vor allem wegen steigender Betriebskosten und zunehmender Bürokratie.

Heinrich befürchtet, dass sich der Fachärztemangel weiter verschärfen wird: „Wenn die Versorgung gesetzlich Versicherter mit Verlusten verbunden ist, wird der Exodus zunehmen. Die Forderungen der TK sind ein Bärendienst für ihre Versicherten.“

Der SpiFa fordert stattdessen den Abbau von Bürokratie und die Abschaffung der Budgetierung fachärztlicher Leistungen, um Wartezeiten zu verkürzen und die Versorgung zu sichern.