Kommunale Landesverbände und BWKG fordern bessere Krankenhausfinanzierung

Heiner Scheffold, Vorstandsvorsitzender der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG), äußert sich besorgt über die Alarmmeldungen der kommunalen Landesverbände.

Er betont, dass Landkreise, Städte und andere Krankenhausträger die unzureichende Betriebskostenfinanzierung nicht dauerhaft kompensieren können. Die BWKG unterstützt die Forderungen der kommunalen Landesverbände nach erheblichen Verbesserungen bei der Finanzierung der Kliniken. Scheffold sieht die Bundesregierung in der Pflicht, Investitionen vollständig zu finanzieren.

„Die Not der Kliniken ist sehr groß und ihre Defizite sind in den letzten Jahren trägerübergreifend sprunghaft angestiegen. 85 Prozent der Krankenhäuser im Land befürchten für 2024 hohe Defizite. In ihren Wirtschaftsplänen fehlen allein in diesem Jahr 900 Mio. Euro“, so der BWKG-Vorstandsvorsitzende, der gleichzeitig auch Landrat des Alb-Donau-Kreises ist. Hier müsse der Bundesgesetzgeber endlich aktiv werden und die Finanzierung der Betriebskosten deutlich verbessern. Insolvenzen würden aktuell durch die Träger der Krankenhäuser verhindert, die immer wieder die Defizite ausgleichen müssten. Das könne aber auf Dauer nicht die Aufgabe der Krankenhausträger, wie etwa der Kommunen, sein. „Wir appellieren nochmals an die Bundesregierung und alle Baden-Württembergischen Bundestagsabgeordneten, ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser nachzukommen und unbedingt vor der Krankenhausreform für eine stabile Finanzierungsbasis der Krankenhäuser zu sorgen […]