Die interne Kodierrevision: Strategischer Imperativ für Erlössicherheit und Prozessqualität
Qualitätssicherung als Schutzschild gegen MD-Prüfquoten und Erlösverluste – Experten des UKL und der DGfM geben Impulse
In einem aktuellen Fachbeitrag der Zeitschrift KU Gesundheitsmanagement (Ausgabe April 2026) definieren Sandra von der Höh (Universitätsklinikum Leipzig) und PD Dr. Nikolaus von Dercks (DGfM) die interne Kodierrevision als essenzielles strategisches Werkzeug. Angesichts des ökonomischen Drucks im G-DRG-System fungiert dieser Prozess nicht mehr als Option, sondern als notwendige Instanz zur Sicherung der finanziellen Stabilität und Dokumentationsqualität in Krankenhäusern.
Die korrekte Abrechnung stationärer Leistungen ist im aktuellen DRG-System ein existenzsichernder Prozess. Wie die Experten in ihrem Artikel darlegen, hängt die finanzielle Stabilität eines Krankenhauses direkt von der Qualität der medizinischen Dokumentation ab. Fehlerhafte oder unvollständige Kodierungen führen demnach nicht nur zu unmittelbaren Erlösverlusten, sondern triggern durch negative Prüfbescheide auch eine Eskalation der MD-Prüfquoten.
Die interne Kodierrevision agiert hierbei als unabhängige Qualitätssicherungsinstanz innerhalb des Medizincontrollings. Im Gegensatz zur operativen Ersterfassung konzentriert sich das Revisionsteam auf die systematische Überprüfung bereits kodierter Fälle.






