Viele Klinikaufenthalte von Pflegebedürftigen laut AOK vermeidbar

Gesundheitsreport der AOK Rheinland/Hamburg sieht Potenzial für bessere Versorgung in Pflegeheimen

Ein erheblicher Teil der Krankenhausaufenthalte pflegebedürftiger Menschen könnte nach Einschätzung der AOK Rheinland/Hamburg durch eine bessere medizinische und pflegerische Versorgung in Pflegeeinrichtungen vermieden werden. Wie die Krankenkasse auf Basis ihres aktuellen Gesundheitsreports mitteilt und die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, entfielen im Jahr 2025 auf 100 dauerhaft in Pflegeheimen lebende Menschen durchschnittlich 13 potenziell vermeidbare Krankenhausaufenthalte.

Nach Angaben der AOK Rheinland/Hamburg zählen insbesondere gesundheitliche Probleme wie Wunden, Flüssigkeitsmangel oder andere pflegesensitive Erkrankungen zu den häufigen Ursachen für Klinikeinweisungen. Diese könnten unter geeigneten Rahmenbedingungen vielfach direkt in den Pflegeeinrichtungen behandelt oder verhindert werden. Darüber hinaus registrierte die Krankenkasse weitere rund 50 Krankenhausaufenthalte je 100 Pflegeheimbewohner, die auf Erkrankungen wie Hautabszesse, Diabetes-Komplikationen, Bronchitis oder Infektionskrankheiten zurückzuführen waren. Auch diese Fälle seien nach Einschätzung der AOK häufig ambulant beziehungsweise innerhalb der stationären Pflegeeinrichtungen behandelbar.

Der Gesundheitsreport basiert auf Routinedaten der Versicherten der AOK Rheinland/Hamburg und liefert damit einen Einblick in die tatsächlichen Versorgungsabläufe im Rheinland und in Hamburg. Nach Angaben der Krankenkasse ist mittlerweile etwa jeder 13. Einwohner in diesen Regionen pflegebedürftig. Durchschnittlich leben rund neun von 1.000 Einwohnern dauerhaft in Pflegeheimen.

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