DGIM-Whitepaper zur Resilienz: Handlungsfelder für ein krisenfestes Gesundheitssystem
Innere Medizin im Fokus: Experten entwickeln Strategien gegen Personalmangel, Klimawandel und geopolitische Krisen
Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) hat heute ein richtungsweisendes Whitepaper veröffentlicht, das konkrete Lösungsansätze zur Stärkung der Resilienz im deutschen Gesundheitssystem bündelt. Vor dem Hintergrund sich überlagernder Krisen – von Personalengpässen über den demografischen Wandel bis hin zu den Folgen des Klimawandels – identifiziert das Papier neun zentrale Handlungsfelder auf drei Ebenen. Das Dokument versteht sich als dringender Impuls für die Gesundheitspolitik, um die Versorgungsqualität auch unter dauerhaftem Belastungsdruck stabil und innovationsfähig zu halten.
Resilienz im Gesundheitswesen bedeutet mehr als bloße Krisenbewältigung; sie ist das Leitprinzip für ein System, das lernfähig und stabil bleiben muss, während sich die Rahmenbedingungen fundamental verändern. Das nun vorliegende Whitepaper basiert auf den Ergebnissen des Opinion-Leader-Meetings (OLM) der DGIM, bei dem Vertreter aus Medizin, Wissenschaft und Gesundheitswirtschaft Anfang des Jahres zusammenkamen. Die Experten mahnen an, dass Belastungen längst nicht mehr isoliert auftreten, sondern parallel auf die Versorgungsstrukturen wirken.
Das Whitepaper gliedert die notwendigen Maßnahmen in drei strategische Ebenen
Globale und gesellschaftliche Herausforderungen: Hier stehen die Anpassung an Klimafolgen und die Reaktion auf geopolitische Instabilitäten im Fokus, die unmittelbare Auswirkungen auf Lieferketten und Gesundheitsrisiken haben.
Organisationale Fragen der nationalen Versorgung: Im Zentrum stehen die Verbesserung der Versorgungssteuerung sowie die Entwicklung verlässlicher Vorsorgestrukturen, um den Personalmangel und den steigenden Bedarf einer alternden Gesellschaft abzufedern.
Standortfaktoren für Forschung und Innovation: Die DGIM fordert bessere Rahmenbedingungen für die Datennutzung und Forschung, damit Deutschland als Innovationsstandort unter Unsicherheit wettbewerbsfähig bleibt.
Das Papier richtet sich explizit an politische Entscheidungsträger und Verantwortliche im Gesundheitswesen. Es betont, dass Prävention, Forschung und eine moderne Dateninfrastruktur systematisch miteinander verbunden werden müssen, um ein Gesundheitssystem zu schaffen, das nicht nur reagiert, sondern proaktiv agiert.






