UKSH-Gefäßzentrum in Kiel erneut zertifiziert – einzige gemeinsame Auszeichnung in Schleswig-Holstein

Fachgesellschaften bestätigen hohe Versorgungsqualität und interdisziplinäre Zusammenarbeit am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Das Universitäre Gefäßzentrum Nord am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, ist erneut als Gefäßzentrum zertifiziert worden. Die Auszeichnung erfolgte durch die drei maßgeblichen deutschen Fachgesellschaften für Gefäßmedizin. Nach Angaben des UKSH bleibt das Zentrum damit weiterhin die einzige Einrichtung in Schleswig-Holstein mit dieser gemeinsamen Zertifizierung.

Im Gefäßzentrum werden Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen Gefäßerkrankungen behandelt, darunter Durchblutungsstörungen der Beine, Verengungen der Halsschlagadern oder Aussackungen der Bauchschlagader. Ziel der interdisziplinären Zusammenarbeit ist es, für jeden Fall die individuell passende Therapie festzulegen – von medikamentösen Behandlungen über kathetergestützte Eingriffe bis hin zu operativen Verfahren.

Das Zentrum bündelt hierfür die Expertise aus Angiologie, Gefäßchirurgie und interventioneller Radiologie. Die beteiligten Fachbereiche arbeiten nach standardisierten Qualitätsvorgaben eng zusammen. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies nach Angaben des Klinikums kurze Abstimmungswege und koordinierte Behandlungsentscheidungen.

Prof. Dr. Oliver Müller, Direktor der Klinik für Innere Medizin V mit Schwerpunkt Angiologie, sieht in der erneuten Zertifizierung eine Bestätigung der interdisziplinären Arbeit: „Die Rezertifizierung ist eine Bestätigung für die enge und verlässliche Zusammenarbeit im Universitären Gefäßzentrum Nord. Sie zeigt, dass wir Patientinnen und Patienten mit Gefäßerkrankungen in Schleswig-Holstein fachübergreifend und auf hohem Niveau versorgen.“

Auch Prof. Dr. Jost Philipp Schäfer, Leiter der Interventionellen Radiologie der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie, betont die Bedeutung abgestimmter Versorgungsprozesse: „Moderne Gefäßmedizin lebt von der engen Abstimmung zwischen Angiologie, Gefäßchirurgie und interventioneller Radiologie. Die Rezertifizierung macht sichtbar, dass diese Zusammenarbeit am UKSH klar strukturiert und im klinischen Alltag gelebte Realität ist.“

Seit dem 1. April 2026 leitet zudem PD Dr. Grischa Hoffmann kommissarisch die Klinik für Gefäßchirurgie und endovaskuläre Chirurgie. Er kündigte an, die bestehende Zusammenarbeit im Zentrum weiterführen und ausbauen zu wollen.

Die erneute Zertifizierung unterstreicht die zunehmende Bedeutung spezialisierter und sektorenübergreifender Versorgungsstrukturen in der Gefäßmedizin. Gerade bei komplexen vaskulären Erkrankungen gewinnen standardisierte Prozesse und die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen für Qualität und Patientensicherheit zunehmend an Bedeutung.

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