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BARMER-Krankenhausreport 2020 – Gelegenheitschirurgie gefährdet Leben

Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 100.000 Menschen nach einer Operation im Krankenhaus. Viele dieser Todesfälle wären durch eine Operation in einer Klinik mit mehr Erfahrung vermeidbar. Diesen Schluss legt der aktuelle Krankenhausreport der Barmer nahe, der heute in Berlin vorgestellt wurde. Allein bei Eingriffen wie bei Pankreas- und Darmkrebs könnten in zehn Jahren knapp 3.800 Todesfälle verhindert werden, wenn diese Operationen in Krankenhäusern mit doppelt so hoher Fallzahl durchgeführt würden. Trotzdem erfolgen immer noch viele Eingriffe in Häusern, die vergleichsweise wenig Erfahrung haben. „Wir brauchen bei Operationen einen Masterplan für mehr Wettbewerb um Qualität! Eingriffe sind in der Regel sicherer, wenn Chirurgen und das interdisziplinäre Team mit der Patientenversorgung vor und nach der Operation viel Erfahrung haben. Das allein rettet aber noch nicht automatisch Menschenleben. Die Voraussetzung für einen guten Outcome ist eine hohe Prozess- und Strukturqualität“, sagte Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer. Zum einen müssten vor allem komplizierte Operationen in Kliniken mit hoher Fallzahl durchgeführt werden. Zum anderen brauche es interdisziplinäre, berufsgruppenübergreifende Teams sowie eingespielte Abläufe vor und nach den jeweiligen Operationen. Nur so könne die Qualität messbar steigen. Darüber hinaus seien leicht verständliche Qualitätsinformationen für Patienten und Ärzte bei der Auswahl der geeigneten Klinik erforderlich. […]

Download: BARMER (PDF, 6.07MB)

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