Schließung von Krankenhäusern darf pflegerische Versorgung nicht beeinflussen!

Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung soll die Zahl der Kliniken deutlich verringert werden

„Eine stärkere Zentralisierung der Krankenhausstrukturen in Deutschland wäre für uns nur dann akzeptabel, wenn gleichzeitig ein weitreichender Umbau des Systems erfolgt und dabei die pflegerische Versorgung nicht negativ beeinträchtigt wird. Hier dürfen eben nicht nur die medizinischen Aspekte im Vordergrund stehen, viel mehr muss ein Augenmerk auf die pflegerische Grundversorgung der Menschen gelegt werden. Sowohl die Patientenversorgung als auch die neuen Arbeitsbedingungen für Pflegefachpersonen müssen wir verstärkt thematisieren. So hätte eine Reduzierung der Kliniken etwa zur Folge, dass die Arbeit der professionell Pflegenden noch stärker im Fokus stehen würde. Daher müssten wir über eine Kompetenzerweiterung sprechen, da sich ihr Verantwortungsbereich bei einer Verdichtung deutlich vergrößern könnte. Neben einer Schließung von Krankenhäusern wäre auch die Unterbringung von Patientinnen und Patienten in Einrichtungen möglich, die sich rein auf die Genese konzentrieren. Da die weitere Betreuung und Versorgung im Anschluss an eine ambulante Behandlung zu Hause oft als sehr schwierig empfunden wird, wäre dies ein sehr ratsamer Schritt, um die pflegerische Versorgung älterer Menschen zu stärken. Aus unserer Sicht ist klar, dass wir in Deutschland das Gesundheitswesen endlich kooperativ denken und uns somit mit neuen Versorgungsformen auseinandersetzen müssen. Ob hierfür eine Schließung von Krankenhäusern sinnvoll ist, hängt jedoch von vielen Faktoren ab“, so Andrea Bergsträßer, Vorstandsmitglied der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz. […]

Pressemitteilung: Landespflegekammer Rheinland-Pfalz

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