Sterblichkeit durch Krebs sinkt in fast allen Altersgruppen
Weniger Todesfälle bei jungen und mittleren Altersgruppen – Hospitalisierungen verschieben sich zu Hochbetagten
Die Sterblichkeit durch Krebs ist in Deutschland über die letzten 20 Jahre in fast allen Altersgruppen gesunken, trotz eines Anstiegs der absoluten Todeszahlen auf 230.400 im Jahr 2024. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar mitteilt, sind die altersstandardisierten Krebstodesfälle pro 100.000 Einwohner von 322,4 im Jahr 2004 auf 273,5 im Jahr 2024 gesunken. Der Anstieg der absoluten Todesfälle ist vor allem auf die Alterung der Gesellschaft zurückzuführen.
Krebs bleibt die zweithäufigste Todesursache, hinter Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems. Besonders betroffen sind weiterhin Kinder im Alter von 5 bis 14 Jahren sowie Menschen zwischen 35 und 74 Jahren, bei denen Krebs mehr als ein Drittel aller Todesfälle verursacht. Lungenkrebs ist die häufigste krebsbedingte Todesursache, gefolgt von Darm-, Bauchspeicheldrüsen-, Brust- und Prostatakrebs.
Im Jahr 2024 wurden rund 1,45 Millionen Patientinnen und Patienten wegen Krebs im Krankenhaus behandelt – ein Rückgang um 5,6 % gegenüber 2004. Dabei zeigt sich eine Altersverschiebung: Hochbetagte ab 80 Jahren werden häufiger stationär behandelt, während jüngere Patientinnen und Patienten unter 80 Jahren seltener als vor 20 Jahren eine Krankenhausbehandlung erhalten. Ausnahmen bestehen etwa bei Darmkrebs: Jüngere Altersgruppen, insbesondere 20- bis 44-Jährige, wurden 2024 häufiger wegen dieser Erkrankung stationär behandelt.
Die Daten verdeutlichen langfristige Trends in Prävention, Früherkennung und Behandlung, die zu einem Rückgang der Sterblichkeit beitragen, während die Krankenhausversorgung sich stärker auf hochbetagte Patientinnen und Patienten konzentriert.






