Mecklenburg-Vorpommern 2024: Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben häufigste Todesursache

Leichter Rückgang der Gesamtsterbefälle – deutlicher Anstieg bei Suiziden und bösartigen Neubildungen

Das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern hat die endgültigen Ergebnisse der Todesursachenstatistik für das Jahr 2024 veröffentlicht. Insgesamt verstarben im vergangenen Jahr 23.927 Menschen im Bundesland, davon 12.303 Männer und 11.624 Frauen. Damit lag die Zahl der Sterbefälle leicht unter dem Niveau von 2023, konkret um 78 Personen beziehungsweise 0,3 Prozent. Insgesamt sind im Jahr 2024 rund 1,5 Prozent der durchschnittlichen Landesbevölkerung gestorben.

Wie die Behörde mitteilt, blieb die Gruppe der Krankheiten des Kreislaufsystems auch 2024 die mit Abstand häufigste Todesursache. 8.430 Menschen – und damit 35,2 Prozent aller Verstorbenen – erlagen einer entsprechenden Erkrankung. Dieser Anteil entspricht nahezu exakt dem Vorjahreswert und unterstreicht die weiterhin überragende epidemiologische Bedeutung dieser Krankheitsgruppe.

An zweiter Stelle rangierten Neubildungen von Körpergewebe, darunter insbesondere bösartige Tumoren. 6.182 Todesfälle entfielen auf diese Kategorie, davon 6.020 aufgrund bösartiger Neubildungen. Die Behörde weist darauf hin, dass „56,4 Prozent von ihnen männlichen Geschlechts“ waren. Die Zahl der Todesfälle durch bösartige Neubildungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent und zeigt einen anhaltenden Trend zu höheren Fallzahlen, insbesondere bei Männern.

Nicht natürliche Todesursachen machten 2024 einen Anteil von 4,3 Prozent an allen Sterbefällen aus. 1.032 Menschen starben durch Verletzungen, Vergiftungen oder andere äußere Einwirkungen. Besonders auffällig ist der erneute Anstieg bei Suiziden: 261 Menschen nahmen sich das Leben, was einem Plus von 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anteil männlicher Suizidenten lag bei 80,5 Prozent. Weitere nicht natürliche Todesursachen umfassten tödliche Stürze (459 Fälle), tätliche Angriffe (9 Fälle) und Ertrinken (23 Fälle).

Die Daten unterstreichen erneut die gesundheitspolitische Relevanz sowohl kardiovaskulärer Erkrankungen als auch onkologischer Erkrankungen im Land. Zugleich zeigt der deutliche Anstieg bei Suiziden einen dringenden Handlungsbedarf im Bereich der Prävention psychischer Erkrankungen und Krisenintervention.