Universitätsmedizin Rostock startet Bauphase für neues Bettenhaus
Investitionen am Campus Schillingallee stärken Versorgung, Forschung und Eltern-Kind-Zentrum
Die Universitätsmedizin Rostock hat am 27. Juni 2026 gemeinsam mit Vertretern der Landesregierung den Start der nächsten Bauphase für ein neues Bettenhaus am Campus Schillingallee eingeläutet. Nach Angaben der Klinikleitung markiert der Schritt den Übergang in die konkrete Umsetzung zentraler Projekte des Masterplans Bau.
Begleitet wurde der Auftakt unter anderem von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sowie Gesundheitsministerin Stefanie Drese und Wissenschaftsministerin Bettina Martin. Ziel der umfassenden Investitionsoffensive ist es, die stationäre Versorgung, Forschung und Lehre an der Universitätsmedizin langfristig zu stärken und die Strukturen auf dem Campus zu modernisieren.
Kern des Vorhabens ist der Neubau eines Bettenhauses, das künftig zentrale klinische Bereiche wie Pflegestationen, Hämatologie und Onkologie sowie die Dialyse beherbergen soll. Ergänzt wird das Projekt durch den Bau eines neuen OP-Zentrums sowie weiterer Gebäude für Krankenversorgung, Forschung und Verwaltung. Die Maßnahmen sind Teil eines langfristigen Entwicklungsplans bis 2038.
Nach Angaben der Universitätsmedizin wurden in der Vorbereitung bereits umfangreiche bauliche und infrastrukturelle Untersuchungen durchgeführt, darunter Bodenanalysen und die Einbindung bestehender Bauwerke in die Planung. Auch der Rückbau erster Bestandsgebäude ist vorgesehen. Parallel dazu wird ein Bebauungsplan für den Campus Schillingallee erarbeitet, der die künftige räumliche Struktur der Kliniklandschaft festlegen soll.
Ein weiterer Schwerpunkt der Entwicklung ist das Eltern-Kind-Zentrum (ELKI). Das bestehende Gebäude der Kinderklinik soll umfassend saniert, neu strukturiert und erweitert werden. Ziel ist die Schaffung eines standortübergreifenden Versorgungskonzepts für Kinder, Jugendliche und Familien in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Südstadt Rostock sowie weiteren regionalen Partnern. Ergänzt wird das Konzept durch eine stärkere Vernetzung mit niedergelassenen Ärzten und sozialen Einrichtungen.
Die Universitätsmedizin betont dabei die Verbindung von Versorgung, Forschung und Ausbildung. Das ELKI soll nicht nur die medizinische Behandlung verbessern, sondern auch die universitäre Lehre und wissenschaftliche Entwicklung im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin stärken. Nach Angaben der Verantwortlichen entstehen damit neue Strukturen für eine sektorenübergreifende und interdisziplinäre Versorgung.
Für das Krankenhausmanagement unterstreicht das Projekt die zunehmende Bedeutung integrierter Campusentwicklungen in der deutschen Universitätsmedizin. Investitionen in Infrastruktur, Spezialisierung und sektorenübergreifende Versorgung gelten dabei als zentrale Bausteine, um den wachsenden Anforderungen an Qualität, Effizienz und Nachwuchsförderung gerecht zu werden.




