Landkreis Tuttlingen treibt medizinisch-pflegerisches Zentrum in Spaichingen voran
Ausschuss empfiehlt Zustimmung zu MPZ-Planung und stärkt ambulante Versorgungsstruktur
Der Ausschuss für Verwaltung und Finanzen des Landkreis Tuttlingen hat in seiner Sitzung am 6. Mai 2026 mehrere richtungsweisende Entscheidungen zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung im Landkreis vorberaten. Im Mittelpunkt stand die geplante Realisierung eines medizinisch-pflegerischen Zentrums (MPZ) am Gesundheitszentrum Spaichingen.
Der Ausschuss empfahl dem Kreistag einstimmig, den überarbeiteten Planungen für das MPZ zuzustimmen. Gleichzeitig sprach sich das Gremium vorbehaltlich einer Einigung über die Miethöhe für die MVZ-Praxen dafür aus, die Realisierung des Projekts durch die Gesundheitszentrum Primtal GmbH & Co. KG zu unterstützen.
Mit dem Projekt verfolgt der Landkreis das Ziel, die ambulante medizinische und pflegerische Versorgung am Standort Spaichingen langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln. In diesem Zusammenhang bekräftigte der Ausschuss ausdrücklich, dass das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) unabhängig von der Realisierung des MPZ in Spaichingen verbleiben soll. Zudem werde das Klinikum weiterhin ambulante Operationen am Standort durchführen, solange dies die gesetzlichen und leistungsrechtlichen Rahmenbedingungen zulassen.
Der Kaufpreis für das betreffende Grundstück soll nach den vorliegenden Planungen bis zum 30. Juni 2026 entrichtet werden.
Darüber hinaus beschäftigte sich der Ausschuss mit der Erneuerung des sogenannten Betrauungsaktes für die Klinikum Landkreis Tuttlingen gGmbH. Das Gremium empfahl dem Kreistag, den Betrauungsakt zu beschließen und das Klinikum weiterhin mit Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse zu betrauen. Solche Betrauungsakte bilden die rechtliche Grundlage dafür, kommunale Krankenhäuser im Rahmen der Daseinsvorsorge finanziell unterstützen zu können.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die geplante Gründung des Regiebetriebs „Klinikimmobilien des Landkreises Tuttlingen“. Der Ausschuss sprach sich dafür aus, dass der Regiebetrieb rückwirkend zum 1. Januar 2026 im Wege der Ausgliederung vom Landkreis auf die Klinikum Landkreis Tuttlingen gGmbH übertragen wird. Mit diesem Schritt sollen die Immobilienstrukturen des Klinikums organisatorisch neu geordnet werden.
Zudem empfahl der Ausschuss dem Kreistag, Andreas Hauser als Vertreter des Krankenhauspersonals in den Aufsichtsrat der Klinikum Landkreis Tuttlingen gGmbH zu entsenden.
Die endgültigen Entscheidungen zu den vorberatenen Themen trifft der Kreistag des Landkreises Tuttlingen in einer der kommenden Sitzungen.





