Tettnang: Gemeinderat fordert kommunale Lösung für MCB

Vor der entscheidenden Kreistagssitzung am 13. Mai zur Zukunft des insolventen Medizin Campus Bodensee (MCB) wächst der politische Druck in Tettnang.

Im Vorfeld der entscheidenden Kreistagssitzung am 13. Mai hat der Gemeinderat der Stadt Tettnang eine offizielle Stellungnahme zur Zukunft des Medizin Campus Bodensee (MCB) verabschiedet. Trotz der feststehenden Klinikschließung Ende Mai 2026 appelliert das Gremium an die Entscheidungsträger, die vorhandene Infrastruktur – insbesondere den modernen OP-Trakt – in ein neues, vorzugsweise kommunales Gesamtkonzept zu integrieren.

Die politische Führung der Stadt Tettnang erhöht den Druck auf den Landkreis Bodenseekreis. In der Sitzung vom 29. April positionierte sich der Gemeinderat eindeutig zum laufenden Bieterverfahren im Rahmen des MCB-Insolvenzverfahrens. Da die stationäre Versorgung am Standort Tettnang in wenigen Wochen endet, liegt das Hauptaugenmerk der Räte nun auf der Sicherung einer qualitativen ambulanten oder sektorenübergreifenden Nachfolgelösung.

Ein zentraler Aspekt der Stellungnahme ist die Befürchtung einer massiven Verschlechterung der niederschwelligen Notfallversorgung. Der Gemeinderat betont, dass trotz der prekären Finanzlage von Kommunen und Landkreis die medizinischen Belange der Bürger nicht hinter rein wirtschaftliche Erwägungen zurückfallen dürfen. Die Bevölkerung wurde zudem aktiv aufgerufen, durch Präsenz bei der Kreistagssitzung in Eriskirch am 13. Mai ein öffentliches Signal für den Erhalt des Standortes zu setzen.

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