Frankfurter Uniklinik-Chef wegen Betrug und Bestechung vor Gericht
Wie die Frankfurter Neue Presse berichtet, beginnt am 25. Februar vor dem Landgericht Stuttgart ein Wirtschaftsstrafprozess gegen den 56-Jährigen und vier weitere frühere Führungskräfte des Klinikums Stuttgart.
Die Staatsanwaltschaft wirft Graf Betrug, Untreue und Bestechung ausländischer Amtsträger vor. Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Klinischer Direktor in Stuttgart in den Jahren 2014 bis 2016.
Im Zentrum des Verfahrens steht die sogenannte Auslandsabteilung des Klinikums Stuttgart. Konkret geht es um rund 18 Millionen Euro, die Libyen vorab für die Behandlung von Kriegsversehrten überwiesen hatte. Nach Überzeugung des Gerichts in bereits abgeschlossenen Verfahren wurden Teile dieser Summe zweckentfremdet – unter anderem für Provisionen an Patientenvermittler sowie für angebliche Dienstleistungen Dritter.
Graf weist die Vorwürfe zurück. Die International Unit des Klinikums Stuttgart sei bereits vor seiner Amtszeit etabliert worden, die maßgeblichen Verträge seien im Wesentlichen ohne seinen Einfluss geschlossen worden. Man sei zuversichtlich, dass sich die Anschuldigungen im Rahmen der Beweisaufnahme entkräften ließen.






