AGAPLESION erfolgreich nach EMAS zertifiziert
Gesundheitskonzern verankert Umweltmanagement nach europäischem Standard in 27 Einrichtungen
Die AGAPLESION gAG hat für 27 ihrer rund 100 Einrichtungen erfolgreich die EMAS-Zertifizierung abgeschlossen. Damit setzt der Gesundheitskonzern auf ein europaweit anerkanntes Umweltmanagementsystem zur systematischen Verbesserung von Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz.
Die Zertifizierung basiert auf dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme), das Unternehmen verpflichtet, Umweltleistungen strukturiert zu erfassen, zu überprüfen und kontinuierlich zu verbessern. Für AGAPLESION bedeutet dies nach eigenen Angaben eine stärkere Verankerung von Umwelt- und Nachhaltigkeitszielen in der strategischen Unternehmenssteuerung.
Nach Angaben des Unternehmens umfasst die erfolgreiche Validierung die Zentrale, zwölf Krankenhäuser, zwölf Wohn- und Pflegeeinrichtungen sowie zwei stationäre Einrichtungen der psychosozialen Betreuung. Damit zählt AGAPLESION zu den ersten größeren Gesundheitsanbietern in Deutschland, die Umweltmanagement in dieser Breite nach EMAS-Standard implementieren.
Im Mittelpunkt des Systems stehen umfangreiche Datenerhebungen zu Energie- und Wasserverbrauch, Abfallaufkommen, Emissionen sowie Materialeinsatz. Diese Kennzahlen sollen dazu beitragen, konkrete Einsparpotenziale zu identifizieren und messbare Umweltziele abzuleiten. Bereits jetzt arbeitet das Unternehmen an Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen, zur Erhöhung der Recyclingquote und zur stärkeren Berücksichtigung von Umweltkriterien in der Beschaffung.
„Erst wenn wir unsere Verbräuche und Umweltauswirkungen genau kennen, können wir fundiert handeln“, erklärte Vanessa Bender, Teamleitung Nachhaltigkeit bei AGAPLESION. Auf Basis der erhobenen Daten sollen unter anderem konkrete Reduktionsziele definiert werden, darunter eine geplante Senkung der Treibhausgasemissionen um fünf Prozent bis Ende 2027.
Auch der Vorstand betont die strategische Bedeutung des Themas. Nachhaltigkeit werde im Unternehmen als integraler Bestandteil der Unternehmensführung verstanden und nicht als isoliertes Projekt betrachtet. Laut Vorstandsvorsitzendem Dr. Markus Horneber sei Umweltschutz zugleich Verantwortung und strategische Chance für einen effizienten Ressourceneinsatz im Gesundheitswesen.
Im operativen Klinikalltag rücken dabei zunehmend konkrete Projekte in den Fokus. Dazu gehört unter anderem die geplante Reduktion des Einsatzes von Untersuchungshandschuhen, ohne die Patientensicherheit oder Hygienestandards zu beeinträchtigen. Ziel sei es, ökologische Effekte mit klinischer Qualität in Einklang zu bringen.
Bis Ende 2028 soll das EMAS-System schrittweise auf alle Einrichtungen des Konzerns ausgeweitet werden. Die bereits zertifizierten Standorte verstehen die EMAS-Validierung dabei nicht als Abschluss, sondern als Beginn eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses im Sinne einer langfristig nachhaltigen Unternehmensentwicklung im Gesundheitswesen.






