Asklepios Fachkliniken Brandenburg: Dritte Tarifrunde für 1.450 Beschäftigte gestartet
Differenzen bei Entgeltangleichung und Arbeitszeit führen zu Mitarbeiterpetition gegen Klinikangebot
Am heutigen 18. Februar 2026 kommen die Gewerkschaft ver.di und die Asklepios Fachkliniken Brandenburg GmbH zu ihrer dritten Verhandlungsrunde zusammen. Hintergrund sind die seit Januar laufenden Tarifgespräche für rund 1.450 nichtärztliche Beschäftigte an den Standorten Brandenburg an der Havel, Teupitz und Lübben. Wie ver.di in einer aktuellen Presseinformation mitteilt, unterstützen bereits über 700 Mitarbeiter eine Petition gegen das bisherige Angebot der Klinikleitung.
Die Verhandlungen, die am 16. Januar 2026 begannen, verliefen in der zweiten Runde am 27. Januar ergebnislos. Kern der Auseinandersetzung ist die Angleichung der Arbeitsbedingungen an das Hamburger Niveau des Konzerns. Während die Gewerkschaft 10 Prozent mehr Entgelt (mindestens 360 EUR) ab Januar 2026 sowie eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 38 Stunden fordert, sieht das Angebot des Arbeitgebers eine stufenweise Erhöhung vor. Asklepios bot zuletzt 2,8 Prozent mehr Gehalt ab April 2026 sowie eine weitere Steigerung um 2,0 Prozent ein Jahr später an.
Besonders kritisch wird die zeitliche Verzögerung bei den Zulagen gesehen. Ralf Franke, ver.di-Verhandlungsführer, bezeichnete das Angebot als unzureichend: „Die angebotene Erhöhung der Tabellenentgelte fällt immer noch viel zu gering aus und kommt auch drei Monate zu spät.“ Laut Gewerkschaftsangaben würde eine Pflegefachkraft in der Psychiatrie mit 20-jähriger Betriebszugehörigkeit nach dem aktuellen Arbeitgeberangebot weiterhin über 5 Prozent weniger verdienen als vergleichbare Kollegen in Hamburg.






