Bund plant KI-gestützte Dokumentation in 70 % der Gesundheitseinrichtungen bis 2028
Digitalstrategie des Bundesgesundheitsministeriums setzt auf KI-Dokumentation, Forschungsdatenzentrum und stabile Telematikinfrastruktur
Nach der weiterentwickelten Digitalisierungsstrategie des Bundesministerium für Gesundheit sollen bis 2028 mehr als 70 % der Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen KI-gestützte Dokumentationssysteme einsetzen. Ziel ist es, Fachkräfte zu entlasten, administrative Prozesse zu automatisieren und die Versorgungsqualität digital zu stärken.
Die Strategie sieht den gezielten Einsatz von KI insbesondere in Bereichen vor, in denen medizinische und pflegerische Dokumentation heute besonders zeitaufwendig ist. KI-basierte Systeme könnten beispielsweise Befunddokumentationen unterstützen, strukturierte Daten aus Texten generieren oder Kommunikationsprozesse zwischen Berufsgruppen verbessern.
Parallel plant das Ministerium den Ausbau zentraler digitaler Infrastrukturen. Dazu zählen sichere Testumgebungen für KI-Anwendungen, ein KI-fähiges Forschungsdatenzentrum Gesundheit sowie eine leistungsfähigere Telematikinfrastruktur. Diese Komponenten sollen den breiteren Einsatz digitaler Anwendungen im Gesundheitswesen technisch ermöglichen.
Für Einrichtungen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft eröffnet der geplante Ausbau Chancen zur Effizienzsteigerung in Dokumentations- und Verwaltungsprozessen. Gleichzeitig weist die Strategie darauf hin, dass der erfolgreiche Einsatz von KI mehr erfordert als einzelne digitale Tools.
Entscheidend sei eine übergreifende Digitalisierungsstrategie innerhalb der Einrichtungen. Dazu gehören eine Bestandsaufnahme der bestehenden IT-Strukturen, die Definition eines Zielbilds für digitale Prozesse sowie klar priorisierte Umsetzungsmaßnahmen. Erst mit einer strukturierten organisatorischen Umsetzung könne die erwartete Entlastung im Arbeitsalltag tatsächlich erreicht werden.




