RHÖN-KLINIKUM automatisiert medizinische Begründungen mit KI
Campus Bad Neustadt testet MBEG-Assistenten von Tiplu – rund 2.700 medizinische Begründungen wurden 2025 versendet
Der RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt setzt Künstliche Intelligenz zur Erstellung medizinischer Begründungen (MBEG) ein. Gemeinsam mit Tiplu entwickelt und erprobt das Klinikum einen MBEG-Assistenten innerhalb der Kodiersoftware MOMO. Das System analysiert Informationen aus der Patientenakte und erstellt daraus patientenindividuelle medizinische Begründungen.
Der Anwendungsfall adressiert einen arbeitsintensiven Bereich des Medizincontrollings: Nach Angaben von Tiplu wurden am Campus Bad Neustadt im Jahr 2025 rund 2.700 MBEGs versendet. Ziel der Entwicklungspartnerschaft ist es, Mediziner, Patientenverwaltung und Medizincontrolling zu entlasten sowie Bearbeitungszeiten zu verkürzen.
Zunächst arbeitet ein dreiköpfiges Testteam mit dem neuen Assistenten. Nach den ersten Erfahrungen soll die Anwendung perspektivisch auf das gesamte Medizincontrolling ausgeweitet werden. Das Team umfasst insgesamt 19 Mitarbeitende und arbeitet bereits mit MOMO.
Sebastian Nöth, Teamleiter Medizincontrolling am Campus, bewertet insbesondere die strukturierte Zusammenfassung der jeweiligen Fälle als hilfreich. Klinikum und Hersteller stimmen Anforderungen und Weiterentwicklungen nach eigenen Angaben regelmäßig miteinander ab.
Die Zusammenarbeit knüpft an eine bereits länger bestehende Verbindung an: Die RHÖN-KLINIKUM AG berichtete schon 2019 über den Einsatz von Tiplu MOMO zur Verbesserung der Fallkodierung und Erlössicherung.




