Redline Data integriert Corti-KI direkt in PATFAK
Transkription, Zusammenfassungen und Berichtsentwürfe stehen Einrichtungen direkt im bestehenden Dokumentationssystem zur Verfügung
Redline Data und der dänische KI-Anbieter Corti bringen gemeinsam neue KI-Funktionen in die Dokumentationssoftware PATFAK. Die Integration ist seit Anfang Oktober verfügbar und soll nach Angaben der Unternehmen rund 1.500 Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen in Deutschland erreichen. Im Mittelpunkt stehen automatisierte Gesprächsdokumentation und die Erstellung von Textentwürfen innerhalb bestehender Arbeitsabläufe.
Die Funktionen werden über die Corti-API direkt in PATFAK eingebunden. Gespräche, etwa aus Therapiesitzungen, können über die PLINK-App aufgenommen, transkribiert und anschließend als Verlaufsdokumentation zusammengefasst werden. Zusätzlich unterstützt die KI im Berichtswesen bei der Erstellung von Berichten, Behandlungs- und Hilfeplänen sowie weiteren Dokumenten auf Grundlage bereits vorhandener Verlaufs- und Behandlungsinformationen.
KI soll Dokumentationsaufwand im Alltag reduzieren
PATFAK wird vor allem in stationären und ambulanten Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe und angrenzenden Bereichen eingesetzt. Redline Data positioniert die Software als digitale Klientenakte mit Funktionen für Dokumentation, Verwaltung und Auswertung. Die neue KI-Integration erweitert diese Struktur nun um Sprachverarbeitung und automatisierte Textgenerierung.
Ziel ist vor allem, zeitintensive Dokumentationsaufgaben stärker in den bestehenden Workflow zu integrieren. Statt Inhalte separat in externe KI-Anwendungen zu übertragen, sollen Transkription und Textentwürfe unmittelbar innerhalb des Systems erzeugt werden.
Technisch erfolgt der Datenaustausch über die PATFAK Data Interface (PDI). Redline Data hat parallel eine Datenschutz-Folgenabschätzung für den KI-Einsatz veröffentlicht. Darin wird festgehalten, dass bei der Verarbeitung sensibler Gesundheitsdaten vor dem Produktivbetrieb geeignete Schutzmaßnahmen umgesetzt werden müssen. Die Verarbeitung umfasst unter anderem Gesprächsinhalte, Diagnosen, Medikationen, Transkripte und Zusammenfassungen.
Die Kooperation zeigt damit einen Trend, der sich zunehmend auch außerhalb klassischer Krankenhausinformationssysteme abzeichnet: Klinische und therapeutische KI wird nicht als separates Werkzeug eingeführt, sondern direkt in bestehende Dokumentations- und Verwaltungssoftware eingebettet.




