Universitätsmedizin Frankfurt investiert 18 Millionen Euro in Digitalisierung

„Digitales UKF 2.0“ läuft bis 2029 – digitale Zwillinge, Entscheidungsunterstützung und Telemedizin stehen im Mittelpunkt

Die Universitätsmedizin Frankfurt treibt ihre digitale Transformation mit dem Förderprojekt „Digitales UKF 2.0“ weiter voran. Für den Zeitraum 2025 bis 2029 stehen rund 18 Millionen Euro zur Verfügung. Im Mittelpunkt stehen digitale Zwillinge, intelligente Entscheidungsunterstützung, Telemedizin und der weitere Ausbau der digitalen Infrastruktur.

Das Projekt setzt ein erstes Digitalisierungsprogramm fort und wird vom Land Hessen gefördert. Ergänzt wird es durch das bereits aufgebaute 5G-Campusnetz, für das über die europäische Connecting Europe Facility weitere 3,3 Millionen Euro bereitgestellt wurden.

Wie die Infrastruktur praktisch genutzt werden kann, zeigt unter anderem das Projekt 5G4UH. Dabei wird untersucht, wie tragbare Biosensoren Patienten sowohl im Krankenhaus als auch zu Hause überwachen können. Mobile Sensoren und Apps sollen Gesundheitsdaten verfügbar machen und die Kommunikation zwischen Patienten und Behandlungsteams unterstützen.

Ein weiteres Anwendungsfeld ist das Hospital Command Center. Datenbasierte Anwendungen sollen dabei helfen, Versorgungssituationen frühzeitig zu erkennen und klinische Abläufe gezielter zu steuern.

Die Digitalisierung wird zugleich stärker in die organisatorischen Strukturen integriert. In der Pflege wurde unter anderem eine Chief Nursing Information Officer (CNIO)-Stelle eingerichtet, um die pflegerische Perspektive strategisch in Digitalisierungsprojekte einzubeziehen.

Beim 5. Frankfurter eHealth-Tag diskutierten mehr als 200 Teilnehmer aus Medizin, Pflege, IT und Politik über die weitere Entwicklung von KI, digitalen Zwillingen, Echtzeitdaten und vernetzten Datenplattformen.