Hinterland-Klinik soll eng mit UKGM kooperieren
Land Hessen bestätigt laut Landrat den Bedarf für den Standort Biedenkopf – erste Projekte zur digitalen Vernetzung und konsiliarischen Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum werden vorbereitet
Für die Hinterland-Klinik in Biedenkopf zeichnet sich eine Perspektive in enger Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) ab. Nach Angaben von Landrat Jens Womelsdorf hat das Land Hessen bei Gesprächen im Mai und September den Bedarf für die Klinik bestätigt.
Parallel werden die bereits im April begonnenen Gespräche zwischen der Hinterland-Klinik und dem UKGM fortgeführt. Nach dem Bericht sind inzwischen erste konkrete Kooperationsprojekte in Vorbereitung.
Im Mittelpunkt stehen eine digitale Vernetzung der beiden Häuser und darauf aufbauende konsiliarische Strukturen. Damit könnte die Hinterland-Klinik bei medizinischen Fragestellungen Expertise des Universitätsklinikums einbinden.
Medizinstrategie für 2027 in Vorbereitung
Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hatte das ehemalige DRK-Krankenhaus nach dessen Insolvenz zum 1. Januar 2026 übernommen und führt es seither als Hinterland-Klinik weiter. Für 2026 sind zunächst die Stabilisierung des Betriebs und die Entwicklung einer Medizinstrategie für 2027 vorgesehen.
Bereits im Frühjahr hatte die Klinik erste Investitionen angestoßen. Von Januar bis März wurden rund 950 Fälle behandelt, etwa drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für 2026 hat der Landkreis weitere drei Millionen Euro zur Finanzierung der Klinik eingeplant.




