NEURA startet eigenen Robotik-Bereich für Krankenhäuser
HealthTech-Sparte soll Bettentransporte und Sterilgutlogistik automatisieren – Hersteller rechnet mit mehr als 1.300 freiwerdenden Arbeitsstunden
Der deutsche Robotikhersteller NEURA Robotics steigt mit einem eigenen Geschäftsbereich stärker in den Gesundheitsmarkt ein. Unter dem Namen NEURA HealthTech sollen kognitive und autonome Robotiklösungen für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen entwickelt und eingesetzt werden. Erste Anwendungen konzentrieren sich auf die Kliniklogistik.
Eine zentrale Anwendung ist der automatische Transport leerer Krankenhausbetten. Eine mobile Plattform soll Betten selbstständig zwischen Stationen und Etagen bewegen. Bei rund 20 Transporten täglich könnten nach Berechnungen des Herstellers mehr als 1.300 Arbeitsstunden pro Jahr für andere Tätigkeiten freiwerden.
Von Sterilgut bis zum Patientenzimmer
Ein weiteres Einsatzfeld ist die Sterilgutlogistik. Roboter sollen benutzte Instrumente zu Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsanlagen transportieren und aufbereitete Sets anschließend wieder auf die Stationen bringen. Die Lösungen sollen dabei in bestehende Krankenhausstrukturen integriert werden.
Perspektivisch plant NEURA weitere Anwendungen. Der Serviceroboter MiPA soll Aufgaben im Patientenzimmer übernehmen, während Roboterarme wie MAiRA bei Instrumenten und medizinischen Geräten assistieren sollen. Die technische Grundlage bilden kognitive Robotersysteme, die Sensorik und KI kombinieren und auf Interaktionen mit Menschen ausgelegt sind.
NEURA entwickelt solche Physical-AI-Systeme bereits für industrielle Anwendungen. Eine im September angekündigte Partnerschaft mit SECO soll unter anderem die europäische Serienproduktion von Compute-Modulen für die kognitiven Roboter skalieren.




