Regierungskommission legt Reformvorschläge für bessere Zusammenarbeit im Gesundheitssystem vor
Kleinere Krankenhäuser sollen in der Fläche verstärkt ambulante Leistungen anbieten können, ein Primärarztsystem aufgebaut und die Versorgung regional und gemeinsam für den ambulanten und den stationären Bereich geplant werden.
Die Regierungskommission für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung hat in ihrer zehnten Stellungnahme Reformvorschläge vorgelegt, um die Sektorengrenzen des deutschen Gesundheitssystems zu überwinden. Zu den kurzfristigen Maßnahmen gehören der Aufbau von Krankenhäusern für sektorenübergreifende Versorgung, die vorrangig ambulante Behandlungen anbieten und nach Tagespauschalen abrechnen. Diese Krankenhäuser sollen von den Bundesländern geplant werden und bei Unterversorgung ambulante Leistungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung abrechnen. Langfristige Maßnahmen beinhalten den Aufbau regionaler Gremien, die ambulante und stationäre Versorgung gemeinsam planen, und eines Primärarztsystems zur Steuerung der Gesundheitsversorgung. Zudem wird eine flächendeckende Versorgung durch qualifiziertes Pflegefachpersonal mit weitgehenden Kompetenzen angestrebt.
Kurzfristige Maßnahmen:
- Aufbau von Krankenhäusern für sektorenübergreifende Versorgung (Level II)
- Aufbau von Institutsambulanzen
- Weiterentwicklung der Hybrid-DRG
- Ausbau des Belegarztsystems
Mittel- und langfristige Maßnahmen:
- Aufbau regionaler Gremien unter Landesvorsitz
- Aufbau eines Primärarztsystems
- Flächendeckende Versorgung durch qualifiziertes Pflegefachpersonal
- Vergabe von Regionalbudgets für Versorgungsaufträge




