Cyberangriff auf Prüfstelle im Gesundheitswesen: Ermittler bestätigen Datenabfluss / Patientendaten im Darknet

Nach Attacke auf Arwini e. V. ist Ausmaß des Vorfalls weiterhin unklar

Nach einem Cyberangriff auf die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftlichkeitsprüfung Niedersachsen (Arwini e. V.) haben Ermittlungsbehörden einen Datenabfluss bestätigt. Das teilte die Polizeidirektion Hannover nach Anfrage von heise.de mit. Betroffen ist eine Einrichtung, die Gesundheits- und Abrechnungsdaten gesetzlich Versicherter in Niedersachsen verarbeitet.

Die Prüfstelle arbeitet im Auftrag der gesetzlichen Krankenkassen sowie der Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) und überprüft die Wirtschaftlichkeit ärztlicher Verordnungen. Nach bisherigen Erkenntnissen ist derzeit noch unklar, in welchem Umfang Daten kompromittiert wurden und welche Datensätze konkret betroffen sind.

Update 01.06.2026: Gesundheitsminister Philippi warnt nach Datenleck vor besonderer Sensibilität medizinischer Daten

Nach einem Cyberangriff auf die „Prüfstelle Niedersachsen“ sind offenbar Patientendaten im Darknet aufgetaucht. Wie das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung am 1. Juni 2026 mitteilte, werden die Vorfälle weiterhin untersucht. Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi verurteilte den Angriff scharf und warnte zugleich vor den besonderen Risiken für Betroffene. Demnach könnten durch den Angriff insbesondere Kontaktdaten, Gesundheitsdaten sowie Abrechnungsinformationen von Patientinnen und Patienten betroffen sein. Die Daten betreffen sowohl gesetzlich als auch privat Versicherte. Der genaue Umfang des Datenabflusses ist nach Angaben des Ministeriums derzeit noch nicht abschließend geklärt. Die Ermittlungen sowie die Abstimmung mit den zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörden dauern an.

 

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