Fachgesellschaften warnen: Klage gegen Mindestmengen bei Frühgeborenen gefährdet Leben
Gemeinsame Stellungnahme von DGPM, DGGG, AGG, DGPGM und GNPI fordert Erhalt der Vorgaben des G-BA
Mit deutlichen Worten reagieren mehrere medizinische Fachgesellschaften auf die Klage dreier Bundesländer gegen die Mindestmengenregelung für die Versorgung von extrem unreifen Frühgeborenen. In einer gemeinsamen Stellungnahme von DGPM, DGGG, AGG, DGPGM und GNPI heißt es: „Sollte es zu einer Aufhebung der Mindestmengenregelung kommen, besteht die Gefahr, dass in Deutschland wieder mehr Kinder versterben.“
Die Fachgesellschaften verweisen auf die Bedeutung einer qualitativ hochwertigen Versorgung in spezialisierten Zentren. Mindestmengen seien notwendig, um Erfahrung und Expertise bei der Behandlung von Frühgeborenen mit sehr niedrigem Geburtsgewicht sicherzustellen. „Wir fordern die Gesundheitsminister der Länder auf, sich für ein gesundes Aufwachsen der kommenden Generation einzusetzen und die Mindestmengenregelung zu erhalten“, heißt es weiter in der Stellungnahme.
Die Klage gegen die Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) sei für die Unterzeichner „mit absolutem Unverständnis“ verbunden. Statt bestehende Qualitätsstandards in Frage zu stellen, müsse es darum gehen, die Versorgung der kleinsten und verletzlichsten Patientinnen und Patienten langfristig abzusichern.




