Anschlussversorgung: Ärzteverbund Südwestfalen startet Befragung zum Entlassmanagement
Initiative soll Entlassmanagement stärken und unnötige Wege, Wartezeiten und Doppeluntersuchungen vermeiden
Der Übergang von der stationären oder rehabilitativen Behandlung in die ambulante Weiterbetreuung gilt als besonders sensibler Abschnitt der Patientenversorgung. Befunde, Arztbriefe und Therapieempfehlungen müssen rechtzeitig bei den weiterbehandelnden Praxen ankommen – in der Regel bei Hausärztinnen und Hausärzten, aber auch bei Fachärztinnen und Fachärzten. Um diesen Prozess weiter zu verbessern, hat der Ärzteverbund Südwestfalen eine öffentliche Online-Befragung gestartet.
Ziel der Initiative ist es, praktische Erfahrungen von Patientinnen und Patienten systematisch auszuwerten und Verbesserungspotenziale im Informationsfluss zu identifizieren. Die Teilnahme sei anonym und solle dazu beitragen, „unnötige Wege, Wartezeiten oder wiederholte Untersuchungen zu ersparen“, so der Ärzteverbund.
Hintergrund ist das bereits seit 2017 gesetzlich verankerte Entlassmanagement nach § 39 SGB V. Es verpflichtet Krankenhäuser, den Übergang in die ambulante Versorgung strukturiert zu organisieren. Grundlage dafür ist ein Rahmenvertrag, den die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der GKV-Spitzenverband gemeinsam beschlossen haben. Dazu gehören unter anderem Regelungen zur zeitnahen Übermittlung von Arztbriefen, zur Verordnung von Arznei- und Heilmitteln sowie zur Sicherstellung notwendiger Anschlussmaßnahmen.
Der Ärzteverbund Südwestfalen verweist darauf, dass er seit Jahren im Austausch mit den Klinikleitungen der Region steht, um die Vorgaben des Entlassmanagements flächendeckend umzusetzen. Ärztinnen und Ärzte in der Region erhalten Informationsmaterial, das sie ihren Patientinnen und Patienten zur Verfügung stellen können. Bei Interesse können Praxen den Verbund direkt ansprechen.






