Aktionsgruppe begrüßt Einstellung des Bundes-Klinikatlas

Initiative „Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ fordert zudem die vollständige Aufhebung des Krankenhaustransparenzgesetzes

Die Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern zeigt sich erfreut über die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken ins Spiel gebrachte Einstellung des bundesweiten Klinikatlas. Diese Entscheidung komme nach Ansicht der Initiative einer späten Anerkennung wesentlicher Kritikpunkte gleich, die bereits in der Petition „Stoppen Sie in 2 Wochen im Bundesrat das Krankenhaustransparenzgesetz“ formuliert worden waren.

In einer Erklärung bezeichnet die Aktionsgruppe den von Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach eingeführten Klinikatlas als bürokratisches Instrument, das mehr Schaden als Nutzen anrichte: „Der Klinikatlas belastet Krankenhäuser mit immenser Bürokratie, verursacht steigende Beiträge für gesetzlich Versicherte und bietet den Patientinnen und Patienten keine entscheidungsrelevanten Informationen“, so die Verfasser.

Insbesondere die im Klinikatlas geplanten sogenannten Versorgungslevel (1 bis 3) seien inakzeptabel. Diese würden kleinere Krankenhäuser mit hoher Ergebnisqualität allein wegen ihres eingeschränkten Leistungsumfangs benachteiligen – unabhängig von deren medizinischer Qualität.