Mehr Pflegeauszubildende und Pflegestudierende in Sachsen
Statistisches Landesamt meldet deutlichen Zuwachs bei Pflegeausbildung und Pflegestudium im Jahr 2025
Die Zahl der Auszubildenden zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann ist in Sachsen im Jahr 2025 deutlich gestiegen. Wie das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen mitteilt, befanden sich zum Jahresende 9.297 Personen in der generalistischen Pflegeausbildung – ein Plus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch das Pflegestudium verzeichnete einen starken Zuwachs.
Die generalistische Pflegeausbildung gewinnt in Sachsen weiter an Bedeutung. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 waren insgesamt 9.297 Frauen und Männer in einer Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann registriert. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 583 Auszubildende beziehungsweise 6,7 Prozent. Frauen stellten mit 72,5 Prozent weiterhin den größten Anteil der Auszubildenden. Auch bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen wurde ein deutlicher Zuwachs verzeichnet. Im Jahr 2025 wurden 4.504 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, nachdem es 2024 noch 3.893 gewesen waren. Die Entwicklung deutet auf eine weiterhin hohe Nachfrage nach Ausbildungsplätzen im Pflegebereich sowie auf verstärkte Bemühungen der Einrichtungen zur Nachwuchsgewinnung hin.
Parallel zum Anstieg der Ausbildungszahlen erhöhte sich auch die Zahl der gelösten Ausbildungsverträge. Bis zum Jahresende wurden 338 Verträge beendet, was einer Quote von 7,5 Prozent entspricht. Im Vorjahr lag die Quote bei 6,8 Prozent beziehungsweise 266 Vertragslösungen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes ist eine Vertragslösung jedoch nicht automatisch mit einem Ausbildungsabbruch gleichzusetzen. Häufig wechseln Auszubildende den Ausbildungsbetrieb und setzen ihre Ausbildung bei einem anderen Träger fort.
Im Jahr 2025 bestanden insgesamt 2.010 Auszubildende ihre Abschlussprüfung. Davon entfielen 1.986 Abschlüsse auf die generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann. Weitere zehn Absolventinnen und Absolventen schlossen ihre Ausbildung in der Altenpflege und 14 in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege ab.
Neben der beruflichen Ausbildung entwickelt sich auch das Pflegestudium dynamisch. Zum Jahresende 2025 waren in Sachsen 111 Studierende in einem Bachelorstudiengang Pflege immatrikuliert. Im Vergleich zum Vorjahr mit 60 Studierenden entspricht dies nahezu einer Verdoppelung. Die Entwicklung dürfte auch auf das seit 2024 geltende Pflegestudiumstärkungsgesetz zurückzuführen sein. Dieses sieht eine Vergütung und Finanzierung des Pflegestudiums vor und soll die akademische Pflegeausbildung attraktiver machen.
Für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen eröffnet die Kombination aus generalistischer Berufsausbildung und akademischer Qualifizierung zusätzliche Möglichkeiten, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und den steigenden Anforderungen an die pflegerische Versorgung gerecht zu werden.




