Bundesregierung sieht steigenden Personalbedarf im Rettungsdienst – rund 90.000 Fachkräfte im Einsatz

Demografische Entwicklung verstärkt Druck auf Notfallversorgung – Reformgesetz soll digitale Vernetzung und Transparenz stärken

Die Bundesregierung erwartet in den kommenden Jahren eine zunehmende Belastung der Notfallversorgung infolge der demografischen Entwicklung. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (21/3269) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/2971) hervor. Demnach waren im Jahr 2023 bundesweit rund 90.000 Personen als Fachkräfte im Rettungsdienst tätig, darunter Notfallsanitäter, Rettungsassistenten, Rettungssanitäter und Betriebssanitäter.

Mit dem aktuell abgestimmten Referentenentwurf für ein Gesetz zur Reform der Notfallversorgung will die Bundesregierung strukturelle Verbesserungen im Rettungswesen anstoßen. Vorgesehen ist unter anderem, die typischen Leistungen der medizinischen Notfallrettung – Leitstellen-Notfallmanagement, Versorgung vor Ort und Transport – als eigenständiges Leistungssegment im Sozialgesetzbuch zu verankern. Dadurch sollen Kosten- und Leistungstransparenz erhöht sowie die digitale Vernetzung mit anderen Bereichen der Notfallversorgung verbessert werden.

Ziel der Reform sei eine „effizientere und bedarfsgerechtere Steuerung von Patientinnen und Patienten“ sowie eine Entlastung kostenintensiver Versorgungsstrukturen. Eine zentrale Rolle komme hierbei der Digitalisierung des Rettungsdienstes zu. Darüber hinaus soll ein Fachgremium unter Beteiligung relevanter Akteure Empfehlungen für perspektivisch bundeseinheitliche Standards in der medizinischen Notfallrettung entwickeln.

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