Krankenhausbehandlungen wegen Arthrose in Schleswig-Holstein deutlich gestiegen

AOK-Auswertung zeigt zunehmende stationäre Behandlungen – Frauen besonders häufig betroffen

Die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Arthrose ist in Schleswig-Holstein erneut deutlich gestiegen. Nach einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest auf Grundlage von Daten des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2024 insgesamt 18.829 gesetzlich Krankenversicherte wegen Hüft- oder Kniearthrose stationär behandelt. Das entspricht einem Anstieg von 7,9 Prozent gegenüber 2023 und sogar 36 Prozent im Vergleich zum Jahr 2021.

Wie die AOK NordWest mitteilt, mussten im Jahr 2024 insgesamt 18.829 gesetzlich Versicherte aufgrund einer Coxarthrose (Hüftgelenk) oder Gonarthrose (Kniegelenk) stationär im Krankenhaus behandelt werden. Im Vorjahr waren es noch 17.459 Patientinnen und Patienten. Gegenüber dem Jahr 2021 mit 13.845 stationären Behandlungen ergibt sich ein Anstieg um rund 36 Prozent.

Neben den stationären Behandlungen verdeutlichen auch ambulante Versorgungsdaten die hohe Bedeutung der Erkrankung. Nach dem aktuellen AOK-Gesundheitsatlas Deutschland des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) befanden sich im Jahr 2024 in Schleswig-Holstein rund 222.900 Menschen ab 20 Jahren wegen einer Arthrose des Hüft- oder Kniegelenks in ärztlicher Behandlung.

Davon entfielen rund 79.800 Fälle auf Coxarthrose und 143.100 auf Gonarthrose. Die Daten wurden standardisiert auf die Gesamtbevölkerung Schleswig-Holsteins hochgerechnet.

Die Auswertung zeigt zudem deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Mehr als 60 Prozent aller Betroffenen waren Frauen.

Bei der Hüftarthrose wurden rund 47.400 Frauen und 32.400 Männer ärztlich behandelt. Noch ausgeprägter fällt der Unterschied bei der Kniearthrose aus. Hier waren 89.700 Frauen und 53.400 Männer betroffen.

Damit bestätigt die Analyse bekannte epidemiologische Entwicklungen, wonach degenerative Gelenkerkrankungen insbesondere im höheren Lebensalter und bei Frauen häufiger auftreten.

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