Universitätsklinikum Bonn wächst personell und medizinisch – Jahresergebnis 2024 im Minus
UKB steigert Behandlungszahlen und Personalbestand, kämpft jedoch mit strukturellen Finanzierungsproblemen
Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) hat im Jahr 2024 seine medizinischen Leistungen ausgeweitet und deutlich mehr Personal eingestellt. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 6,8 Prozent auf 9.884, während gleichzeitig die Fallzahlen in vielen Versorgungsbereichen zunahmen. Trotz dieser positiven Entwicklungen schloss das UKB das Geschäftsjahr mit einem negativen Ergebnis von 9,3 Millionen Euro ab. Gründe hierfür sind laut Klinikleitung vor allem strukturell unzureichende Finanzierung, inflationsbedingte Kostensteigerungen sowie rückläufige öffentliche Zuweisungen.
Besonders im pflegerischen und medizinisch-technischen Bereich konnte das UKB rund 630 neue Mitarbeitende gewinnen.
„Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es ein starkes Signal, dass wir so viele neue Kolleginnen und Kollegen für das UKB gewinnen konnten. Dahinter stehen gezielte Maßnahmen, ein wertschätzendes Arbeitsumfeld und die Attraktivität eines universitätsmedizinischen Hauses, das nicht nur fordert, sondern auch fördert“,
betonte Prof. Bernd Weber, komm. Vorstandsvorsitzender des UKB und Dekan der Medizinischen Fakultät.
Behandlungszahlen 2024 im Überblick
- 54.551 stationäre Fälle
- 496.193 ambulante Besuche (plus 7,4 %)
- über 50.000 Notfälle
Neben der Leistungssteigerung setzte das UKB 2024 wichtige strukturelle Projekte um, darunter den Aufbau neuer Zentren, Investitionen in Digitalisierung und Nachhaltigkeit sowie die Weiterentwicklung von Personal- und Pflegekonzepten.
„Strukturelle Entwicklung bedeutet für uns mehr als neue Gebäude oder digitale Systeme – es geht darum, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Spitzenmedizin, Forschung und Ausbildung langfristig gedeihen können“,
so Weber. „Der Wandel ist kein Selbstzweck – er ist Voraussetzung dafür, dass wir als Uniklinikum auch künftig Maßstäbe setzen können.“






