Kreiskliniken Herford-Bünde planen massiven Stellenabbau

Die wirtschaftliche Lage der Kreiskliniken Herford-Bünde verschärft sich zusehends.

Um das chronische Defizit des Klinikverbundes einzudämmen, hat der Verwaltungsrat am Montagabend einen weitreichenden Beschluss gefasst: Bis zum Jahr 2029 sollen im gesamten Konzern bis zu 200 Stellen gestrichen werden. Während die Geschäftsführung die Maßnahme als alternativlos verteidigt, regt sich massiver Widerstand bei der Belegschaft und den Gewerkschaften.

Wie das Westfalen-Blatt berichtet, ist der Verwaltungsrat, der sich primär aus Kreispolitikern zusammensetzt, den Vorschlägen der Vorstände Thomas Breidenbach und Dr. Andreas Schroeder gefolgt. Der Beschluss sieht vor, die aktuelle Belegschaft von rund 3.200 Mitarbeitenden in den kommenden drei Jahren signifikant zu reduzieren. Betroffen sind nach ersten Informationen bis zu 200 Vollzeitstellen. Ziel dieser drastischen Maßnahme ist die langfristige finanzielle Stabilisierung des Verbundes, der wie viele kommunale Krankenhäuser unter den aktuellen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen und steigenden Betriebskosten leidet.