UKL führt (i)SBAR klinikweit für pflegerische Übergaben ein
Seit August arbeitet das erste Department mit dem festen Kommunikationsschema – ab Oktober sollen Patientenübergaben im gesamten Universitätsklinikum standardisiert werden
Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) standardisiert die pflegerische Patientenübergabe klinikweit nach dem (i)SBAR-Modell. Seit dem 1. August kommt das strukturierte Kommunikationsschema im Department für Innere Medizin, Neurologie und Dermatologie zum Einsatz. Ab Oktober sollen die übrigen Departments folgen. Ziel ist es, Informationsverluste bei Übergaben zu reduzieren und die Patientensicherheit zu erhöhen.
Dem Start ging nach Angaben des UKL eine rund zweijährige Vorbereitungsphase voraus. Künftig sollen pflegerische Übergaben nach einem verbindlichen Ablauf erfolgen. (i)SBAR gliedert die Kommunikation in Identifikation, Situation, Background, Assessment und Recommendation. Damit soll sichergestellt werden, dass relevante Informationen systematisch und nachvollziehbar weitergegeben werden.
Feste Struktur statt individueller Übergaberoutine
Das Schema umfasst neben der aktuellen Situation und Anamnese auch die Einschätzung des Gesundheits- und Versorgungszustands sowie konkrete Empfehlungen für die weitere Versorgung. Informationen werden zusätzlich nach einem Ampelprinzip entsprechend ihrer Relevanz kategorisiert. Tagesziele sollen nach dem SMART-Prinzip formuliert werden.
Für die Einführung setzt das UKL auf Schulungen und Multiplikatoren sowie praktische Hilfsmittel wie Poster und Pocket Cards. Projektleiter Frank Lützkendorf verweist darauf, dass die Umstellung zunächst zusätzlichen Zeit- und Ressourcenaufwand verursache. Entscheidend für die Umsetzung seien deshalb auch die Unterstützung der Führungskräfte und eine offene Kommunikationskultur.
Mit dem geplanten Rollout ab Oktober soll (i)SBAR schließlich im gesamten Universitätsklinikum für strukturierte pflegerische Übergaben eingesetzt werden.




