Sachsen fördert Klinikumbau in Zittau mit 9,2 Millionen Euro
Notaufnahme und Intensivstation des Klinikums Oberlausitzer Bergland werden ausgebaut
Der Freistaat Sachsen investiert 9,2 Millionen Euro in den Um- und Ausbau der Notaufnahme und Intensivstation am Standort Zittau des Klinikums Oberlausitzer Bergland. Gesundheitsministerin Petra Köpping übergab den Fördermittelbescheid an Geschäftsführer Steffen Thiele; die Investition soll die Notfallversorgung in Ostsachsen stärken und die Infrastruktur an gestiegene Anforderungen anpassen.
Die Förderung erfolgt als Einzelförderung nach § 14 des Sächsischen Krankenhausgesetzes. Mit den Mitteln sollen die im Haus 2 betriebene Notaufnahme sowie die Intensivstation baulich, strukturell und logistisch weiterentwickelt werden.
Nach Angaben des Freistaates ist der Ausbau auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Anforderungen an die Notfallmedizin erforderlich. Die geplanten Maßnahmen sollen Behandlungsabläufe verbessern und die vorhandenen Ressourcen am Klinikstandort Zittau effizienter nutzen.
Gesundheitsministerin Petra Köpping bezeichnete die Investition als wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung in der Region Ostsachsen. Der Um- und Ausbau sei zugleich eine Investition in die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten und die Versorgung der Patienten. Eine zentrale strukturelle Veränderung ist die Verlagerung des Linksherzkatheter-Messplatzes vom Standort Ebersbach nach Zittau. Zusammen mit der Erweiterung der Notaufnahme soll dadurch eine stärkere Bündelung medizinischer Kompetenzen erreicht werden.
Die Konzentration der diagnostischen und notfallmedizinischen Leistungen soll nach Angaben des Klinikums dazu beitragen, Abläufe effizienter zu gestalten. Für die regionale Versorgung entsteht damit eine engere Verbindung zwischen interventioneller Kardiologie und der akutmedizinischen Infrastruktur am Standort Zittau.
Für das Klinikmanagement ist insbesondere die Kombination aus Investitionsförderung und struktureller Bündelung relevant. Die Maßnahme verbindet bauliche Modernisierung mit einer Veränderung der medizinischen Leistungsstruktur.
Teil des Projekts ist zudem die Verbesserung des Brandschutzes. Dafür soll ein zweiter Rettungsweg geschaffen werden. Vorgesehen ist ein Kopfbau mit Bettenaufzug und Fluchttreppenhaus. Darüber hinaus sollen die Räume lüftungs- und klimatechnisch modernisiert werden. Nach Angaben des Freistaates sollen dadurch die hygienischen Bedingungen verbessert und Anforderungen an den seuchenmedizinischen Schutz erfüllt werden. Die Investition zielt damit nicht ausschließlich auf zusätzliche oder modernisierte Behandlungskapazitäten. Auch bauliche Sicherheitsanforderungen, Hygiene und die logistische Leistungsfähigkeit des Standorts werden angepasst.
Geschäftsführer Steffen Thiele wertet die Förderzusage als Signal für den Klinikstandort und die medizinische Versorgung in Ostsachsen. Die Investition verbessere nicht nur die baulichen Voraussetzungen, sondern stärke nach seiner Einschätzung langfristig die Leistungsfähigkeit des Standorts Zittau.




